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Redaktions-Blog

12:09 Uhr | 04.03.2014

Hat Gutsverwaltung die Anwohner gelinkt?

Als ehemaligem Bewohner der ländlichen Regionen ist mit der ländliche Geruch durchaus bekannt. Und ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich Beschwerden darüber, dem Zuzug von Stadtpflanzen auf das malerische Land zugeschoben habe.
Doch im Zuge der Vorbereitung des Baus der Schweinemastanlage konnte man in öffentlichen Diskussionen, im Mediationsverfahren und per Gutachten erfahren, dass moderne Technik den oft beißenden Geruch verhindern könne.
Wer am 4. März die demonstrierenden Nachbarn dieser Anlage besuchte, spürte zumindest nichts von modernen Filteranlagen, die einst im Vorfeld des Baus via Mediationsverfahren versprochen wurden. Auch die Verpflichtung von moderner Technik beim Ausbringen der Gülle ist der Gutsverwaltung Altenburg offenbar völlig wurscht. Im Gespräch konnte Geschäftsführer Wolfgang Schleicher nicht einmal genau sagen, ab wann die sogenannten Prallteller verboten sind. Laut eigener Zusage des Unternehmens hätten diese nie zum Einsatz kommen dürfen. So steht es Schwarz auf Weiß in den Unterlagen.
Auch wolle man als Gutsverwaltung eine „gute Nachbarschaft“ pflegen. So ist es in den Berichten, des durchaus teuren Mediationsverfahrens zu lesen. Das dafür notwendige Geld und die Zeit hätten sich alle Beteiligten sparen können. Denn offenbar wurde diese „gute Nachbarschaft“ durch das Unternehmen aufgekündigt.
Spannend dürfte sein, wie sich die kommunalen und Landes-Wahlkämpfer bei diesem Thema verhalten werden. Immerhin waren mit 100 spontanen Demonstranten mehr erzürnte Bürger auf den Beinen als alle Leserbriefe oder Stadtratsbesucher beim Thema „Baumfällung“ zusammen.

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