12:08 Uhr | 08.02.2022
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, und dies vor allem dann, wenn es um den öffentlichen Raum geht. Insofern ist das Altenburger Land ein gebranntes Kind. Jahrelange Diskussionen um Brunnen auf dem Altenburger Markt, die Debatte um das Areal am Markt, das schwarze Medicum im Stadtwald oder der Schlossneubau in Löbichau, überall haben Bürger ihren Senf dazu zu geben. Aber ist das falsch? Wäre es nicht schlimmer, kein Mensch würde sich für das Geschehen in der Region interessieren?
Insofern hätte man damit rechnen können und die Kommunikation im Landratsamt darauf ausrichten müssen, beim Umbau des Lindenau-Museums. Bedenklich wird es gar, wenn sich erste Vertreter aus den Fraktionen des Kreistages nicht informiert fühlen und eine Informationsveranstaltung für Vertreter aus lokaler Politik und Förderverein zwei Monate nach der Information der Öffentlichkeit erfolgt. Das ist der Moment, wo aus dem Brodeln ein Kochen wurde und man sich die Hand verbrennt, wenn man den Deckel weiter draufhalten möchte.
Zugegeben es ist ein banaler Vergleich: Aber blickt man zurück, dann kann man an dem kleinen Wasserspiel auf dem Altenburger Markt erkennen, wie geschmeidig ein lange umstrittenes Projekt durchgehen kann, wenn man alle Akteure mitnimmt.
Aber noch ist das Kind nicht in den Brunnen gefallen, immerhin stören sich die Wenigsten am Gesamtkonzept des Umbaus als vielmehr an der äußeren Gestaltung. Den Diskussionsprozess dazu, wie sich die Bürger des Altenburger Landes ihr Museums vorstellen, kann man noch immer führen.
Allerdings hat die Fehlkommunikation im Landratsamt auch ihr Gutes. Blickt man in Social Media Diskussionen zum Lindenau Museum, dann diskutieren sehr laut auch jene, welche das Museum in den letzten zwanzig Jahren nicht von innen gesehen haben dürften. Insofern könnte sich Museumschef Dr. Roland Krischke, auf einen wahren Besucheransturm ab der Neueröffnung freuen.
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