14:16 Uhr | 14.08.2026
Altenburg/Meuselwitz. Im Kampf gegen den andauernden Brand und die damit verbundene Rauch- und Geruchsbelästigung am Kohletrübebecken I (KTB I) in Rusendorf erhöhen die Behörden den Druck. Wie das Landratsamt Altenburger Land und die Stadt Meuselwitz mitteilen, wurde in der vergangenen Woche ein offizieller Auflagenbescheid an die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) versandt, der eine deutliche Erweiterung der bisherigen Messarbeiten vorschreibt.
Die Anordnung, die am 7. August 2026 von der Stadt Meuselwitz auf Basis des Thüringer Ordnungsbehördengesetzes erlassen wurde, verpflichtet das Bergbauunternehmen zu weitreichenden Schritten. Konkret muss die LMBV unverzüglich einen zugelassenen Sachverständigen beauftragen. Dieser soll einen Mess-Plan für die Rauchgas-Emissionen erstellen, der nun 25 mögliche Parameter abdeckt.
Diese erweiterten Schadstoffmessungen müssen an festgelegten Orten kontinuierlich durchgeführt werden, bis die sogenannte "Einspülung" – eine Maßnahme zur Brandbekämpfung – abgeschlossen ist. Ein zentraler Punkt des Bescheids: Die erhobenen Daten müssen fachmännisch dahingehend bewertet werden, wie sich eine ununterbrochene 24-Stunden-Exposition der Gase auf den menschlichen Körper auswirkt. Die Ergebnisse sind der zuständigen Behörde umgehend vorzulegen.
Vorausgegangen waren unter anderem am vergangenen Wochenende zahlreiche Beschwerden von Anwohnern über massive Geruchsbelästigungen. Die LMBV betonte in einer Stellungnahme, dass man diese Meldungen "sehr ernst" nehme. "Wir versichern Ihnen, sämtliche uns mögliche Maßnahmen zur Eindämmung des Brandes mit dem Ziel der Brandbeseitigung und damit zur Beseitigung der Rauch- und Geruchsbelästigungen für die Anwohner zu ergreifen", teilte das Unternehmen mit.
Den behördlichen Bescheid sieht die LMBV als Grundlage, um bei einer tatsächlichen Gesundheitsgefährdung gemeinsam mit den Behörden umgehend reagieren zu können. Derzeit arbeite man unter Hochdruck daran, die geforderten Gutachter sowie geeignete Unternehmen und Labore für die validen Messungen der 25 Parameter zu binden.
Um die besorgte Bevölkerung auf dem Laufenden zu halten, kündigte das Unternehmen zudem größtmögliche Transparenz an: Sobald die ersten Messergebnisse der Labore vorliegen, sollen diese sowie alle weiteren aktuellen Entwicklungen zur Situation umgehend auf der Internetseite der LMBV veröffentlicht werden.
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