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Regionales

16:58 Uhr | 19.01.2022

Luftfilter für Grundschulen und Förderzentrum

Altenburg. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, weiß der Volksmund
seit Generationen. Und die vergangenen 24 Monate Corona-Pandemie haben einmal
mehr gezeigt, wie wichtig der Schulbesuch für Kinder ist. Um gerade den Abc-
Schützen einen möglichst geregelten Unterrichtsalltag bieten zu können, wurden jetzt
für Grundschulen und Förderzentren Luftfilter und sogenannte CO-2-Ampeln
angeschafft.

Mehr als ein Dutzend Kisten stehen noch im Hintergrund. Gerade holt Lars Graichen,
Mitarbeiter in der Schulverwaltung im Landratsamt des Altenburger Landes, den ersten
Luftfilter für das Förderzentrum Regenbogenschule Altenburg aus seiner Verpackung. „Die
Unterrichts- und Hort-räume der Grundschulen im Landkreis haben wir bereits mit den
Geräten ausgestattet“, sagt der zuständige Fachbereichsleiter im Landratsamt, Bernd
Wenzlau.
Insgesamt 530 Luftfilter konnte die Kreisverwaltung bisher anschaffen, in deren Trägerschaft
33 Bildungsstätten, darunter 14 Grundschulen, stehen. Rund 150.000 Euro mussten dafür
investiert werden. Die finanziellen Mittel steuerte der Freistaat Thüringen aus dem
Sondervermögen „Hilfe zur Überwindung direkter und indirekter Folgen der Corona-
Pandemie” bei.
Nichtsdestotrotz sind die Mittel begrenzt. „Deshalb mussten wir uns entscheiden, wo und in
was wir investieren“, erklärt Wenzlau. Dabei sei recht schnell klargeworden, dass

 

Grundschulen und Förderzentren einen besonderen Status einnehmen. Zum einen, weil es
erst für Kinder ab zwölf Jahren eine uneingeschränkte Impfempfehlung gibt. Zum anderen,
weil das Einhalten der Corona-Regeln für geistig und körperlich eingeschränkte
Schülerinnen und Schüler in Förderzentren schwierig ist.
Deshalb setzt der Landkreis in diesen Einrichtungen vorrangig auf Luftfilter und erst in
zweiter Linie auf CO-2-Ampeln. „Die Kohlendioxid-Messgeräte geben ja lediglich einen
Anhaltspunkt, wann Fenster geöffnet werden sollten. Demgegenüber reinigen die
Filteranlagen die warme Raumluft“, begründet Graichen.
Zu den ersten 530 Geräten werden weitere kommen, um als nächstes Speisesäle und
dergleichen damit auszustatten. „Das ist insofern etwas schwieriger, weil dafür nicht alle
Geräte geeignet sind, die es auf dem Markt gibt“, erläutert Wenzlau.
Aktuell werden im Fachdienst Schulverwaltung weiterführende Möglichkeiten und
Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie an den Bildungsstätten in
Trägerschaft des Landkreises geprüft.

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