14:11 Uhr | 24.03.2025
Uwe Rückert teilt auf seiner Homepage mit, dass er das Bürgerbegehren zur Abwahl von Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann nicht weiter verfolgen wird. Grund dafür sei mangelnde Unterstützung, auch durch die von ihm gegründete „Starke Heimat“.
Rückert war mit einem Antrag auf Einleitung eines Abwahlverfahrens gegen Neumann bereits im ersten Schritt gescheitert. Laut Information des Rechtsamtes der Stadt Altenburg basierten Rückerts Vorwürfe hauptsächlich auf persönlichen Meinungen. In Deutschland sei sich die Rechtsprechung jedoch einig, dass dies nicht die Grundlage für ein Abwahlverfahren sein dürfe, da hier private Meinungen auf den Wählerwillen treffen würden.
Gegen die Ablehnung des Abwahlverfahrens hatte Rückert auf seiner Homepage Klage angedroht: „Selbstverständlich werde ich nicht ablassen, ein Bürgerbegehren durchzusetzen. Dazu möchte ich im nächsten Anlauf auch die Rechtsaufsicht einbeziehen“, so Rückert.
Doch Rückhalt für sein Vorhaben hatte Rückert vor allem aus politischen Kreisen nicht. Mehrere Kreistagsvertreter bestätigten, dass sich auch Mitglieder der Fraktion der „Starken Heimat“, die Rückert einst gegründet hatte, persönlich von dem Vorhaben distanzierten.
Und so verkündet Rückert nun auch den Bruch mit der „Starken Heimat“ und wirft einigen Mitgliedern illoyales Verhalten vor. Am 9. Januar hatte er noch verkündet: „Das Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen ist eine Eigeninitiative von mir als einzelnem Bürger und als Bewohner der Stadt Altenburg.“ Jetzt hingegen sei er es „leid, dass immer andere mich vorschicken, um deren Kämpfe auszufechten“.
Nicht nur, dass es von keiner der kommunalen Wählerinitiativen oder Parteien Unterstützung für Rückert gab — auch in den sozialen Medien erntete er oft Häme, sowohl aus linken als auch aus rechten Kreisen. Regelmäßig musste auch unsere Redaktion Hasskommentare gegen Rückert löschen.
Nachdem er einst in der CDU, dann in der AfD, dann bei den Freien Wählern und später bei Bündnis Deutschland versucht hatte, politischen Einfluss zu gewinnen, folgt nun auch noch der Bruch mit der eigenen Wählervereinigung „Starke Heimat“. Nach seinen erfolglosen Versuchen, Landtagsabgeordneter, Bürgermeister in Schmölln, Bürgermeister in Meuselwitz und Landrat zu werden, beendet Rückert nun offenbar auch das Vorhaben, den Altenburger OB zu stürzen. Immerhin hatte er sich in einem Interview mit der OTZ selbst als Kandidat für das Amt ins Spiel gebracht.
Möglicherweise ist die Einsicht des Berufsoffiziers einer der Gründe, weshalb ihm trotz zahlreicher Versuche nie der große Wurf auf dem kommunalpolitischen Parkett des Altenburger Landes gelungen ist. „Mein dominantes Wesen und mein Durchsetzungsanspruch waren nicht wie beim Militär unantastbar eingebettet in eine feste Hierarchie“, so Rückert auf seiner Homepage.
Zitate Homepage www.uwe-rueckert.de (Stand 24. März 2025)
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