13:26 Uhr | 22.03.2024
Altenburg. Entgegen anderslautender Medienberichte wurde der Antrag des Landratsamtes Altenburger Land als zuständige untere Bodenschutzbehörde auf Fördermittel zur weiteren Untersuchung des Schadstoffpotenzials der Segmente der Talsperre Windischleuba seitens des Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) nicht abgelehnt.
Bereits im Jahr 2022 fanden auf Initiative des Landratsamtes Untersuchungen bezüglich des Schadstoffpotenzials durch das sachverständige Ingenieurbüro SAKOSTA statt. Die Ergebnisse dieser Historischen Erkundung mit Gefährdungsabschätzung liegt auch der Gemeinde Focken dorf vor. Eine Gefährdung der Bürger über den Wirkungspfad Boden – Mensch (Direktpfad) wird als unwahrscheinlich bewertet. Eine Belastung der Segmente dieser altlastenverdächtigen Fläche mit Schwermetallen (vor allen Blei, Cadmium und Chrom) gilt als gewiss. Die Ursache hierfür liegt in der industriellen Historie des Gebietes und dem Flusslauf der Pleiße, die bis in die Hälfte des 20. Jahrhunderts Transportmedium für Abwässer unterschiedlichster ehemaliger Industriebetriebe war.
Um noch konkretere Klarheit über das Schadstoffpotenzial zu erhalten, sind nun für dieses Jahr Sedimentbohrungen mit anschließenden La boruntersuchungen vorgesehen. Ende April wird Landrat Uwe Melzer gemeinsam mit dem Thüringer Umweltministerium und dem Sachverständigenbüro Sakosta zu einer Bürgerveranstaltung einladen, die derzeitigen Erkenntnisse vorstellen und die weitere Vorgehensweise erläutern. Ort und Zeit werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Auf Nachfrage unserer Reaktion beim zuständigen Ministerium wurde die Sicht des Landratsamtes bestätigt. Allerdings müsse ein entsprechendes Gutachten im Haushalt eingeplant werden.
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