15:06 Uhr | 30.11.2022
Die gute Nachricht passt in die Vorweihnachtszeit: Für das Projekt „Hofhalten“ erhielt die Stadt jetzt einen Zuwendungsbescheid über knapp 600.000 Euro vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Mit dem Geld sollen innovative Projekte für die Innenstadt gefördert werden, der Fokus richtet sich dabei auf die Altenburger Johannisstraße und angrenzende Areale. Oberbürgermeister André Neumann ist über die finanzielle Unterstützung froh. „Das ist ein wichtiger erster Schritt, um neue Wege in der Entwicklung der Innenstadt zu beschreiten“, so das Stadtoberhaupt.
Die Wahl bei der Beantragung der Mittel fiel nicht zufällig auf die Johannisstraße. Die nördlich des Marktplatzes gelegene Straße gehört zur historischen Altstadt und birgt nach Einschätzung von Experten großes Potential. Aktuell ist sie indes von Leerstand geprägt. Wie eine Untersuchung in den Jahren 2020 und 2021 ergeben hatte, fehlt es bisher an geeigneten Strategien, um die Gebäude und verwaisten Hofareale wiederzubeleben. Genau hier setzt nun das Förderprogramm „Hofhalten“ an. Ziel ist es, unter Einbindung von Eigentümern und anderen Akteuren, den Leerstand zu reduzieren und öffentliche und halböffentliche Räume aufzuwerten. So soll versucht werden, das zurzeit quasi verborgene Martinsgässchen, das von der Johannisstraße zum Markt führt, wieder begehbar zu machen, woraus auch Impulse für den Tourismus resultierten.
Im Blickpunkt von „Hofhalten“ liegt wie eingangs erwähnt das Quartier Johannisstraße. Die Konzepte, die nun für ihre Entwicklung erarbeitet werden, sollen indes beispielgebend sein. Wenn es dort gelingt, leerstehende Gebäude zu beleben und die Aufenthaltsqualität angrenzender Areale zu verbessern, sollen die dann erprobten und bewährten Ansätze und Methoden für die gesamte Innenstadt fruchtbar gemacht werden. Als Handlungsempfehlung könnte „Hofhalten“ so in einen „Masterplan“ für die gesamte Altstadt münden.
Die erforderlichen Eigenmittel der Stadt, etwa 200.000 Euro, sind im Nachtragshaushalt für dieses Jahr bereitgestellt worden, den der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat. Damit ist die Gesamtfinanzierung von „Hofhalten“ gesichert, die Durchführung soll noch in diesem Jahr beginnen und bis zum 31. August 2025 abgeschlossen sein. Die Projektsteuerung soll an einen externen Experten vergeben werden, der die geplanten Einzelmaßnahmen koordiniert und als Bindeglied zwischen Verwaltung, Grundstückseigentümern und weiteren relevanten Akteuren dient. Die Leitung des Gesamtprojekts obliegt dem städtischen Fachdienst Bauverwaltung und Stadtentwicklung in Kooperation mit dem Stabsstellenleiter Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt.
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