16:56 Uhr | 11.06.2021
Altenburg – Der CDU-Landtagsabgeordnete Christoph Zippel fordert ein Sofortprogramm für die Innenstädte in Thüringen: „Auch in Altenburg, Schmölln und Meuselwitz sehen wir, in welch schwierige Situation die Corona-Pandemie unsere lokalen Einzelhändler gebracht hat.“ Deshalb brauche es dieses Sofortprogramm, um allen Akteuren den Neustart nach Covid zu erleichtern. „Kurzfristig kann dem Handel, unseren Gastronomen, der Kultur sowie den Dienstleistern geholfen werden, indem auf Sondernutzungs- oder Parkgebühren verzichtet wird. Auch könnten Kommunen leerstehende Ladengeschäfte oder Häuser in der Innenstadt anmieten, um dort neue Nutzungen zu etablieren. Denkbar sind Kreativwerkstätten, Begegnungsorte, Start-Ups, Pop-Up-Stores und vieles mehr“, so Zippel weiter. Hierfür solle das Land Geld bereitstellen.
Langfristig müssten die Zentren kleinerer wie größerer Städte baulich attraktiver werden. „Altenburg ist in puncto Innenstadtgrün, Spiel- und Wasserflächen schon auf einem guten Weg. Das Land kann diesen Prozess auch für andere Städte im Landkreis anschieben. Zum Beispiel durch einen Zuschuss für Standortmanager oder Fachplaner“, sagt Zippel.
„Unsere Innenstädte stehen durch den Onlinehandel und die Grüne Wiese bereits seit längerem unter Druck. Die Corona-Pandemie hat die Situation drastisch verschärft“, so Zippel weiter. Wo ein Geschäft leer stehe, da folge bald das nächste. Leerstand und Insolvenzen bringen die Innenstädte so in eine Abwärtsspirale schwindender Attraktivität. „Unser Plan sieht vor, die Stadtzentren nicht in die Zeit vor Corona zurückzubringen, sondern in ein neues Zeitalter zu begleiten. Reine Einkaufsmeilen gehören der Vergangenheit an“, erläutert Zippel. Zugleich müsse der stationäre Handel auch im Altenburger Land auf dem Weg zum Hybridhandel, also Online und Offline, unterstützt werden.
„Wir wollen Thüringen dabei als Standort für die modernsten Smart City- Lösungen etablieren. Wir brauchen dafür ein Fitnessprogramm Digitalisierung für unsere Innenstädte. Das heißt: schnelle Internetverbindungen, öffentliche Nutzungsangebote und eine Verbindung mit lokalen Händlern, Läden und Einrichtungen“, so Zippel. Ein erster, sofort zu realisierender Schritt sei die Öffnung der seit dem 01.April 2021 geltenden Neuerungen im Programm „Digitalbonus Thüringen“ – unabhängig von Corona. Die lokalen Händler sollten damit die Chance erhalten, ihre Sichtbarkeit im Netz zu erhöhen. Ziel muss die Abwicklung des Onlinehandels über Firmen mit Ladengeschäften sein.
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