Paul Linckes schmissige Operette „Frau Luna“ in der Inszenierung von Steffen Piontek erlebt am Freitag, 11. Mai, um 19.30 Uhr ihre Geraer Premiere im Großen Haus. Einige Karten für die Premierenvorstellung und die zweite Aufführung am Sonntag um 14.30 Uhr sind noch erhältlich. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera musiziert unter der Leitung von Thomas Wicklein. Die Ausstattung entwarf Mike Hahne. Das ThüringenBallett tanzt in der Choreografie von Winfried Schneider. Der Opernchor singt in der Einstudierung von Ueli Häsler.
Paul Lincke (1866-1946) gilt als der Begründer der Berliner Operette, und seine 1899 im Apollo-Theater uraufgeführte »Frau Luna« ist das Paradebeispiel für dieses Genre. Die mit eingängigen Melodien und flotten Rhythmen aufwartende Musik wurzelt im Berliner Gassenhauer. Der Mond dient als Spiegel dieser faszinierenden Großstadt. »Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft, so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft“ ist der Ohrwurm dieser Operette.
Fritz Steppke hat nur einen Wunsch: er will unbedingt mit einem Ballon auf den Mond fahren. Sehr begeistert ist von seiner Idee natürlich keiner, vor allem aber seine Verlobte Marie nicht, die versucht, ihn mit allen Mitteln zurückzuhalten: »Schlösser, die im Monde liegen, bringen Kummer, lieber Schatz«. Noch heftiger reagiert Frau Pusebach – Maries Tante und Steppkes gestrenge Hauswirtin – auf die unverbesserlichen Spinnereien Steppkes: ihm wird zum Ersten gekündigt. Doch Steppke gelingt die Flucht auf den Mond, wo aber alles anders ist, als er es sich zuvor erträumt hatte ...
Für die Vorstellung „Berlin Calling“ nach dem Film von Hannes Stöhr am Samstag, 12. Mai, um 19.30 Uhr in der Bühne am Park Gera sind noch Karten erhältlich. Erzählt wird die Geschichte des DJs Ickarus (David Lukowczyk), der als Berliner DJ und Musikproduzent durch die Clubs der Partywelt tourt. Die Szene liebt ihn, das nächste Album wartet auf die Veröffentlichung, das Leben läuft verdammt gut. Nachdem er jedoch eine falsche Pille erwischt, landet er in der Psychiatrie …. In weiteren Rollen Vanessa Rose, Mechthild Scrobanita, Henning Bäcker, und Peter Schneider a. G.
„Hals und Beinbruch“ heißt es gewöhnlich, wenn eine Aktion gut verlaufen soll. Doch für den Cembalisten des 204. Foyerkonzertes in Gera bzw. 4. Kammerkonzertes in Altenburg kam es kürzlich leider ganz anders. Er brach sich auf einer Fahrradtour den Arm. Was tun, fragten sich die verbliebenen Musiker. Das Konzert ausfallen lassen? Mitnichten, war ihre Antwort.
Weil sie nun ohne Cembalisten nicht „Von Versailles nach Elbflorenz“ reisen können, planten sie kurzerhand um und holten sich den Bratscher Robert Hartung ins Kammerensemble.
„Notenskizzen aus der Reisekutsche“ – klassische Kompositionen für Holzbläser und Streicher heißt jetzt das neue Programm. Die Idee dazu hatte der Flötist Andreas Knoop. Angeregt durch Mozart-Briefe weiß er, wie beschwerlich und langwierig die Fahrten im 18. Jahrhundert waren.
Die Reisenden fuhren nicht nur Stunden lang, sie holperten in Tagen ihrem Ziel entgegen. Wie verbrachte etwa ein Komponist wie Mozart diese Zeit? Nun, er schrieb Briefe und sammelte Kompositionsideen. So nachweislich auf der Fahrt nach Mannheim. Das führte Knoop zum neuen Motto und zu der Schlussfolgerung, dass es nicht Mozart allein so ergangen sein mag.
Das aus dieser Idee hervorgegangene Programm taucht so die Werke von Mozart, Haydn, Hoffmeister, Christian Bach und dem Sizilianer Giordani in ein neues Licht. Das Publikum darf gespannt sein! Zu erleben am Samstag, 12. Mai um 19.30 Uhr im Heizhaus des Altenburger Landestheaters und am Sonntag, 13. Mai um 11.00 Uhr im Foyer der Bühnen der Stadt Gera.
Es musizieren: Andreas Knoop (Flöte), Albrecht Pinquart (Oboe), Annegret Knoop (Violine), Robert Hartung (Viola) und Jesus Antonio Clavijo (Violoncello).
Die Konzerte sind in der Flaterate inbegriffen!
Das Gastspiel von Katrin Weber und Bernd-Lutz Lange am Sonntag, 13. Mai, um 19.30 Uhr im Landestheater Altenburg ist ausverkauft. Interessenten können nur auf nicht abgeholte Reservierungen an der Abendkasse hoffen. „Weber / Lange - ganz persönlich“ ist der Titel des zweiten Stücks des bestens harmonierenden Duos – ein Streifzug durch Kindheit und Jugend der Beiden mit kuriosen, politischen und musikalischen Erinnerungen. Eine private Revue, in der Weber und Lange federleicht und sympathisch Bilanz ziehen, und bei der sich das Publikum gern mit erinnern wird.