00:00 Uhr | 09.11.2010
Am gestrigen Montagabend hat der FDP-Ortsverband Altenburg turnusgemäß seinen Vorstand neu gewählt. Alter und neuer Vorsitzender ist Detlef Zschiegner, den Stellvertreterposten bekleidet auch in Zukunft Dr. Johannes Frackowiak. Bei den Beisitzern gab es zwei Änderungen: Neu im Ortsvorstand sind Klaus Engelmann und Dr. Henrik Pradel, im Amt bestätigt wurden Torsten Grieger und Rüdiger Schween.
In seinem Bericht an die Mitgliederversammlung umriss Detlef Zschiegner ausführlich die anstehenden politischen Aufgaben und Themen des Ortsverbandes, wobei er deutlich herausstellte, dass die Liberalen auch in Zukunft im Stadtrat mit konsequenter Sachpolitik von sich reden machen wollen. "Ob Millionen-Streit, Wasser-Abwasser, Flughafen, Theater oder Entwicklung der Altenburger Innenstadt - die Liste der Themen ist lang. Im Gegensatz zu den anderen, größeren Parteien sind wir jedoch frei von ideologischen Zwängen und Befindlichkeiten, so dass wir uns ganz auf die Sacharbeit im Interesse der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt konzentrieren können." Zschiegners Stellvertreter und Mitstreiter im Altenburger Stadtrat, Dr. Johannes Frackowiak, ergänzte die Ausführungen, wobei er insbesondere auf den Führungsstil des Oberbürgermeisters einging, den die Liberalen nicht erst seit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr immer wieder kritisieren: "Der Regierungsstil im Rathaus ist weit von dem Anspruch entfernt, mit dem Wolf vor nunmehr zehn Jahren ins Amt gestartet ist. Damals hieß es 'der Wolf kommt' - heute müssen wir im Hinblick auf die Bürgermeisterwahlen im Jahr 2012 sagen, 'es ist höchste Zeit, dass der Wolf wieder geht'."
Lebhaft diskutiert wurde unter anderem auch, dass seitens der Stadtverwaltung, konkret der unteren Denkmalbehörde, bei der Bewertung und Umsetzung der Denkmalsatzung scheinbar mit zweierlei Maß gemessen wird. "Während die privaten Hausbesitzer gezwungen werden, die zum Teil mit erheblichen Mehrkosten verbundenen Auflagen zu erfüllen, erscheint es vielen Bürgerinnen und Bürgern, als wenn die selbe Satzung zum Beispiel für die städtische Wohnungsgesellschaft SWG nicht gelten würde", brachte Zschiegner den Unmut aus der Bevölkerung auf den Punkt. "Wenn es die anderen Parteien schon nicht tun: Hier sind wir Liberalen gefragt, die mehr als berechtigten Interessen der privaten Hausbesitzer im Stadtrat zu vertreten."
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