09:25 Uhr | 18.11.2022
Mit der Bestätigung des Jahresabschlusses der Theater GmbH kam im Altenburger Stadtrat erneut die Diskussion zur Finanzierung des Theaters auf. Die Fraktion Pro Altenburg bezweifelte die, durch die Geschäftsführung abgelieferten, Zahlen. Sowohl Altenburgs Oberbürgermeister als auch Vertreter anderer Fraktionen verwiesen auf die Gesprächsangebote und Erläuterungen der Zahlen durch die Geschäftsleitung des Theaters. Diese Angebote habe, so auch der kaufmännische Geschäftsführer Volker Arnold, die Fraktion Pro Altenburg nie angenommen. So stehe die Finanzierung, bei allen Unwägbarkeiten, bis 2024 auf festen Beinen. Lediglich der neue Finanzierungszeitraum ab 2025 mache den Gesellschaftern und der Geschäftsleitung Sorgen. Allerdings sei inzwischen Bewegung in die Verhandlungen mit dem Freistaat Thüringen gekommen, erläuterte Oberbürgermeister, André Neumann. Der Freistaat hat die Möglichkeit über eine Erhöhung der eigenen Anteile von aktuell 60 Prozent und die Anhebung des sogenannten Kulturlastenausgleiches, die Gesellschafter Stadt Altenburg und Gera und Landkreis Altenburger Land bei den zu erwartenden Kostensteigerungen zu entlasten.
Pro Altenburg Fraktionschef Peter Müller warf dem Theater auch fehlende Sichtbarkeit abseits des Theaterzeltes vor. So nehme man das Theater in der Stadt nicht mehr wahr. Dem hielt Geschäftsführer Volker Arnold eine ganze Reihe von Veranstaltungen entgegen, welche das Theater außerhalb der regulären Vorstellungen unterstütze. Darunter "Pauls fulminante Weltreise" im Paul-Gustavus-Haus, das Open Air auf dem Altenburger Markt, das Konzert zum Tag des offenen Denkmals, oder Aktionen des Theaters zum CSD. In den letzten Jahren hatte das Theater vor allem in Altenburg Aktionen gemeinsam mit der Stadtgesellschaft intensiviert. So sind Schauspielerinnen und Schaupieler des Theaters in zahlreichen multimedialen Präsentationen des Schlossmuseums zu sehen und zu hören, gemeinsam mit der Inititative Stadtmensch wurde die Figur "Günther" zum Leben erweckt. Hunderte von Schülern aus dem Landkreis kommen in den Genuss von theaterpädagogischen Angeboten und mit der Maskenfabrik gibt es einen neuen Jugendtheaterclub. "Lespub" oder "Brunch mit Anna" sind ebenfalls regelmäßige Angebote des Theaters an unterschiedlichen Orten in Altenburg. Auch realisiert das Theater gemeinsam mit altenburg.tv seit mehreren Jahren "Kultur im Altenburger Land", eine Fernsehsendung, bei welchem Vertreter des Theaters auch die Kulturangebote anderer Einrichtungen des Altenburger Landes vorstellen.
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