09:46 Uhr | 24.04.2018
Am Samstag um 19.30 Uhr ist Max Frischs Lehrstück ohne Lehre „Biedermann und die Brandstifter“ im Heizhaus zu sehen.
Die Brandstifter haben sich auf Gottlieb Biedermanns (Bruno Beeke) Dachboden längst eingenistet und gehen ihrer Arbeit nach, aber Biedermann will die Gefahr selbst dann nicht erkennen, wenn sie sich schon direkt vor seiner Nase im eigenen Haus befindet. Er glaubt, wenn er sich mit den Brandstiftern befreundet, wird das Feuer ihn nicht treffen. Beschriftet sind die Brandfässer Pharma Industrie, Energie Konzerne, Auto Konzerne, IT Konzerne. Die Wahrheit ist die beste Tarnung, wissen die Brandstifter, die sich als Lobbyist und Chef einer Bank outen. Im Stil antiker Tragödien warnt immer wieder der Chor, der in der Inszenierung von Angelika Zacek von Bürgerinnen und Bürgern der Region gesprochen wird. Mit Texteinblendungen im Video fokussiert die Regisseurin auf die großen globalen Verwerfungen unserer Zeit: Die wachsende Ungleichverteilung der Vermögen, die drohende Klimakatastrophe, die Macht der Konzerne, die mangelhafte politischen Teilhabe und versucht wachzurütteln. Max Frischs Parabel eröffnet eine Vielfalt an Interpretationsmöglichkeiten.
„Masepa“, die 1884 in Moskau uraufgeführte, von großer Leidenschaft und Tragik geprägte Oper von Peter Tschaikowski (1840-1893) gehört heute zu seinen eher selten gespielten Werken. Überzeugt von der Qualität dieses zu Unrecht weitgehend vergessenen Meisterwerks inszenierte Kay Kuntze die Liebesgeschichte im 125. Todesjahr des Komponisten. Die Altenburger Premiere ist am Sonntag, 29. April, um 18:00 Uhr im Landestheater. Das Libretto schrieben Tschaikowski und Viktor Burenin nach dem Gedicht Poltawa von Alexander Puschkin.
Die Musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Bühnenbild und Kostüme entwarf Martin Fischer, der schon bei Janaceks JENUFA mit Kay Kuntze zusammenarbeitete. Der Opernchor singt in der Einstudierung von Chordirektor Holger Krause.
In den Partien Masepa: Johannes Beck, Kotschubej: Ulrich Burdack , Ljubow: Anne Schuldt, Maria: Anne Preuß , Andrej: Hans-Georg Priese , Orlik: Andrii Chakov, Iskra: Florian Neubauer, Ein betrunkener Kosak: Timo Rößner
Es wird in deutscher Sprache gesungen.
Masepa, Oberbefehlshaber der ukrainischen Kosaken, liebt Maria. Deren Eltern, der vermögende Gutsherr Kotschubej und seine Frau Ljubow, reagieren entsetzt auf diese Nachricht und versuchen die Beziehung zu unterbinden, ist Maria doch wesentlich jünger als Masepa und obendrein dessen Patentochter. Auch Masepas Hinweis, die Liebe beruhe auf Gegenseitigkeit und Maria sei vielleicht von ihm schwanger, nutzt nichts. Die Eltern stellen Maria vor die Wahl: Bleibt sie bei ihrer Familie und auch bei ihrem Jugendfreund Andrej oder entscheidet sie sich für Masepa und wird dafür von ihrer Familie verstoßen? Marias Flucht mit Masepa setzt eine schier endlose Spirale von Intrigen, Gewalt, privaten und politischen Machtspielen, Verrat, Verletzungen und Tod in Gang. Trotz der unzähmbaren Brutalität, die ihn bis zur Selbstvernichtung führt, wirbt Masepa um Verständnis, dass seine Liebe zu Maria echt und gut ist. Zurück bleibt Maria, die in geistiger Umnachtung ein berührendes Wiegenlied anstimmt.
Peter Tschaikowski (1840-1893) berührte Masepas Schicksal persönlich in zweierlei Hinsicht. Zum einen waren seine Vorfahren, ukrainische Kosaken, selbst in der Schlacht gegen die Schweden bei Poltawa 1709 umgekommen. Er kannte die Gegend gut. Zum anderen fand er sich, wie persönliche Briefe aus dieser Zeit bezeugen, mit seiner eigenen unbewältigten emotionalen Verwirrung in den moralischen Zweifeln der Protagonistin wieder.
Jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn erwartet Chefdramaturg Felix Eckerle Interessierte zur Einführung im Foyer 1. Rang / Grüne Sitzecke. Nach der Premiere sind die Besucher herzlich auf der Premierenfeier im Rangfoyer willkommen.
Nur zwei weitere Vorstellungen am 3. Mai 14.30 Uhr und 4. Mai 19.30 Uhr.
Karten an der Theaterkasse, Telefon 0365-8279105 oder 03447-585160, online buchen unter www.tpthueringen.de
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