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Regionales

11:30 Uhr | 06.06.2016

Ohne Saller - kein Verlust

Großflächiger Einzelhandel gehört in die Zentren, nicht in Orte mit weniger als 2000 Einwohner. Das ist in ganz Deutschland und auch in Thüringen seit vielen Jahren raumordnerisch festgelegt. Nun macht das Ministerium, und hier muss man den Ministerialbeamten Respekt zollen, endlich ernst und setzt durch, was der Stadtrat bereits im Oktober 2015 einstimmig beschlossen hat und wozu die Gemeinde Windischleuba schon lange selbst verpflichtet gewesen wäre. Denn das Baugesetzbuch schreibt gleich in seinem 1. Paragrafen den Gemeinden vor, dass Bauleitpläne an die Ziele der Raumordnung anzupassen sind. Dies schließt auch die Änderung bestehender Bebauungspläne ein.
Windischleuba braucht zur Versorgung seiner Einwohner nicht das Projekt von Herrn Saller, erforderlich ist ein Lebensmittelnahversorger und der ist meist selbst in Wohngebieten zulässig. Darauf hat das vorliegende Zielanpassungsverlangen für das Gewerbegebiet keine Auswirkungen. Die Gemeinde sollte nun selbst aktiv werden und mit einem geeigneten, nah am
Ortskern gelegenen Grundstück auf Investorensuche für einen Nahversorger gehen. Der baldige Ansiedlungserfolg wäre den Einwohnern von Windischleuba sehr zu wünschen.
Die Stadt Altenburg braucht dem Projekt von Herrn Saller nicht hinterher zu trauern. Der sogenannte „gemeinsamen Kompromiss, mit dem alle leben können“ ist ebenso wie das „Einzelhandelszentrum mit Parkhaus zur Stärkung der Innenstadt“ ein Trugschluss.
Ehrlicherweise muss bei der ganzen Diskussion auch gesagt werden, dass am Topfmarkt lediglich ein monolithischer Bau mit Parkhaus und einem Lebensmittelmarkt geplant ist, der in direkter Konkurrenz zum Konsum- Pressemitteilung Markt treten und der SWG als Vermieter die Schweißperlen auf die Stirn treiben wird. Die von der Verwaltung suggerierte und bei Bürgern der Stadt Altenburg erwünschte innerstädtische Ladenzeile mit Einzelhandelsgeschäften, Mode- und Schuhmarkt ist nicht in Altenburg, sondern in Windischleuba geplant. Diese 4.200 m2 Einzelhandelsfläche würde einen massiven Existenzdruck auf die Einzelhändler in der Altenburger Innenstadt aufbauen. Weitere Geschäftsaufgaben und leere Schaufensterzeilen wären die Folge.
Jetzt gilt es, gemeinsam nach einer für die Innenstadt funktionalen und gestalterischen Lösung für diesen städtebaulich bedeutsamen Ort zwischen Josephinum und Topfmarkt zu suchen. Aktionismus ist fehl am Platz. Qualität geht unsere Meinung nach eindeutig vor Schnelligkeit. Mit den kürzlich vorgenommenen Änderungen der Hauptsatzung steht dem Stadtrat zudem ein zielführendes Instrument zur Verfügung, um an dieser Aufgabe effektiv mitwirken zu können.

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