15:59 Uhr | 25.02.2026
Erfurt/Stuttgart. Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag stellt sich nachdrücklich hinter den jüngsten Beschluss der Bundespartei, soziale Netzwerke für Kinder und Jugendliche deutlich strenger zu regulieren. Im Zentrum der Forderungen, die auf dem Bundesparteitag in Stuttgart verabschiedet wurden, stehen eine strikte Altersgrenze von 14 Jahren für Plattformen wie TikTok, Instagram und Co. sowie verpflichtende Alterskontrollen.
Ziel der Initiative ist es, Minderjährige vor den negativen psychologischen Auswirkungen sozialer Medien, vor Hassrede und Radikalisierung zu schützen. „Wer die Kindheit schützt, schützt die Zukunft unseres Landes“, betonte Claudia Heber, familienpolitische Sprecherin der Thüringer CDU-Fraktion und Delegierte auf dem Parteitag. Kinder dürften nicht länger als „Versuchskaninchen für Geschäftsmodelle“ herhalten, die auf maximale Aufmerksamkeit und emotionale Abhängigkeit abzielten.
Klare Leitplanken im digitalen Raum
Die CDU Deutschlands fordert einen mehrstufigen Ansatz, um die Dominanz der Tech-Konzerne in den Kinderzimmern einzudämmen:
Altersgrenze & Verifikation: Ein generelles Verbot von Social Media für Kinder unter 14 Jahren, flankiert von einem besonderen Schutzkonzept für Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr. Umgesetzt werden soll dies durch eine verpflichtende, aber datenschutzkonforme Altersverifikation.
Plattform-Verantwortung: Bei Verstößen sollen den Betreibern empfindliche Bußgelder drohen.
Transparenz & Löschpflicht: Algorithmen müssen transparenter gestaltet werden, rechtswidrige Inhalte schneller gelöscht und suchtverstärkende Mechanismen wie "Endless-Scrolling" unterbunden werden.
Heber lobte in diesem Zusammenhang besonders den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU), der diese Debatte bereits seit Monaten auf Bundesebene vorantreibt. „Wo Algorithmen gezielt polarisieren und Radikalisierung befeuern, darf der Staat nicht tatenlos zusehen“, mahnte Heber.
Bildung und analoge Alternativen als Gegengewicht
Trotz der harten regulatorischen Forderungen betonte die CDU-Politikerin, dass es nicht um eine „digitale Abschottung“ gehe. Vielmehr müsse ein „digitales Erwachsenwerden“ ermöglicht werden. Neben den Verboten setzt die Partei daher auf Prävention: Die Medienkompetenz an Schulen soll verbindlich gestärkt werden. Gleichzeitig fordert die CDU eine gezielte Förderung analoger Lebenswelten – vom lokalen Sportverein bis hin zur Jugendarbeit –, um Kindern attraktive Alternativen zum Smartphone zu bieten.
10.09.2026
In unserem aktuellen Beitrag nimmt Sigrid Hupach Stellung zur neuen politischen Lage im Thüringer Landtag. Erfahren Sie im Video, wie... [mehr]
07.09.2026
Ein politisches Erdbeben in Erfurt Das Bündnis Sahra Wagenknecht verliert seine Machtbasis im Thüringer Landtag – die BSW-Fraktion löst... [mehr]
16.09.2026
In einem ausführlichen Sommerinterview mit den Thüringer Lokal-TV-Sendern hat der AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Björn Höcke die... [mehr]
10.09.2026
Das ANECO Institut für Umweltschutz startet aktuell mit den angekündigten Luftmessungen rund um das schwelende Kohletrübebecken im... [mehr]
16.09.2026
Altenburg - Wie kann die Wärmeversorgung in Altenburg künftig klimafreundlich und zukunftssicher gestaltet werden? Antworten auf diese... [mehr]
16.09.2026
Blockbuster im Konzertsaal – Das Philharmonische Orchester Altenburg Gera startet mit bekannten Filmmelodien in die neue Saison Ob... [mehr]
11.09.2026
Eröffnungskonzert und Preisverleihung zum „Tag des offenen Denkmals“ in der Brüderkirche in Altenburg Zum Auftakt des... [mehr]
07.09.2026
André Neumann stellt sich den Fragen der Altenburgerinnen und Altenburger. [mehr]
22.09.2026
Lucka - In den frühen Morgenstunden des 11. September kam es zu einem schwerwiegenden Vorfall in der Kirche in Lucka. Dabei wurden Teile... [mehr]