Altenburg, 06.03.2026 03:30 Uhr

Regionales

10:00 Uhr | 01.05.2013

Premiere von vergessener Operette

Theatertipps zum Wochenende

JugendTheARTERWelt e. V. springt am Freitag, 3. Mai, im Heizhaus ein und zeigt um 19.30 Uhr „Von schlauen Frauen“ frei nach Molières Komödie „Die gelehrten Frauen“. Die jungen Darsteller von JugendTheArterWelt e.V. und Tänzerinnen des Kinder- und Jugendballetts nutzen ihre Chance und füllen die Lücke, die durch die Premierenverschiebung „Kassandra“ entstanden ist. Für Text und Regie zeichnet der Schauspieler Manuel Kressin verantwortlich, für die Choreographie die Leiterin des Kinder- und Jugendballetts Julia Veigel.

Die Literaturstudentin Philamine ist entsetzt! Ausgerechnet in einen Klempner hat sich ihre Cousine aus der Provinz verliebt. Und das, obwohl Philamine sie doch mit dem von ihr sehr bewunderten Dichter Trissotin verkuppeln wollte. Wohl auch, um durch diese Verbindung eine gute Position in dem Verlag ihrer Tante zu erringen.

Nein, Philamine und ihre Freundinnen können diese Wahl des Herzens nicht akzeptieren; ein Klempner ist absolut unter dem Niveau der Familie. Und so setzen die drei Frauen, angestachelt durch ihre Arroganz und Einfältigkeit, alles daran, das Liebespaar zu trennen. Dabei unterschätzen sie allerdings die Klugheit der von ihnen verachteten „Arbeiterklasse“…

Es spielen und tanzen: Rebecca Halm (Philamine, eine kluge Frau), Tina Marie Jahn (Henriette, Cousine der Philamine), Lydia Wenzel (Amanda, Freundin der Philamine), Petra Jungandreas (Bella, Freundin der Philamine), Maximilian Bubinger (Trissotin, ein Schöngeist), Yasin Baig (Leon, Geliebter der Henriette), Marie Klukas (Martina, Haushaltshilfe), Niclas Berger (Oscar, Bruder der Henriette), Sophie Gräfe (Celine, Freundin der Martina) und Tänzerinnen des Kinder- und Jugendballetts.



Zum Abschluss des Wettbewerbes „Jugend rezitiert“, der in diesem Jahr bereits zum 15. Mal stattfindet, lädt die Vereinigung der Theaterfreunde für Altenburg und Umkreis e. V. am Samstag, 4. Mai, um 16:00 Uhr ins Landestheaters Altenburg ein. In einer festlichen Gala stellen sich die ermittelten besten Rezitatoren gemeinsam mit Preisträgern des Wettbewerbes „Jugend musiziert“ vor. Das Thema des Wettbewerbs lautete: „Du kannst mich mal …“ Wettbewerbsteilnehmer übernehmen auch in diesem Jahr die Moderation.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Kultusministers von Thüringen Christoph Matschie und des Oberbürgermeisters der Stadt Altenburg Michael Wolf. Eintrittskarten sind ausschließlich an der Tageskasse erhältlich.



Die Premiere am Sonntag, 5. Mai, um 19.30 Uhr im Landestheater verspricht aufsehenerregend zu werden; schließlich geht es um die deutschsprachige Erstaufführung der Operette „Du bist ich“ des kubanischen Komponisten Moïses Simons (1888-1945) – eine Operette, die alles hat, was zu einer guten Operette gehört. Sie kommt in der Reihe „Wiederentdeckungen des 20. Jahrhunderts“ auf die Bühne. An der Ausgrabung hat Chefdramaturg Felix Eckerle, der auch mit Cornelia Boese an der Übersetzung gearbeitet hat, entscheidenden Anteil. Karten sind noch erhältlich.

1934 in Paris uraufgeführt, ist sie bis heute erfrischend neuartig, indem sie humorvoll und gekonnt authentische Klänge und Rhythmen Mittelamerikas mit französischem Chanson und europäischer Operettenseligkeit verbindet. Die Uraufführung fand im Théâtre des Bouffes-Parisiens statt. Im Strudel der politischen Umwälzungen geriet die Operette aber in Vergessenheit. „’Du bist ich’ schreit geradezu danach, neuerlich auf die Bühnen zu kommen“, so Volker Klotz, einer der größten Kenner dieses Genres.

Vom Komponisten ist wenig bekannt, nur dass er der Sohn eines spanischen Musikers gewesen und auf Kuba aufgewachsen sein soll und mit dem Rumbaschlager El mansero (Der Erdnussverkäufer) einen echten Welthit landete.

Der Plot: Pat lebt gut auf Kosten seines Freundes Bob. Letzterer, ebenfalls Student und wie sein Kommilitone mehr am Pariser Nachtleben als an der Universität interessiert, lässt sich wiederum von seiner Erbtante Honorine subventionieren. Doch eines Tages erscheint sie überraschend in einem Pariser Tanzlokal und stellt Bob vor ein Ultimatum: Entweder willige er ein, einige Zeit auf ihrer Plantage auf den Antillen zu arbeiten oder er werde enterbt. Bob schlägt Pat vor, ihn in die Karibik zu begleiten, allerdings unter einer Bedingung: Beide tauschen ihre Rollen. So wird der Pseudo-Neffe in eine schäbige Eingeborenenhütte eingewiesen, Bob dagegen logiert in einem feinen Pavillon. Unter der heißen Sonne erleben die beiden amouröse Abenteuer mit Eingeborenen und Zugezogenen, werden verkannt und erkannt, bevor sich alles in Wohlgefallen auflöst.

Regie führt Götz Hellriegel, den das Publikum in Altenburg bereits als Choreograf des Musicals CHESS kennt.

Götz Hellriegel, geboren in Mannheim, erhielt seine Ausbildung zum Tänzer und Schauspieler in Paris, New York und Berlin. Nach einem mehrjährigen Engagement am Berliner Theater des Westens als Musicaldarsteller arbeitete er in zahlreichen TV-Produktionen als Schauspieler. Seit Mitte der neunziger Jahre ist er als Choreograf tätig. Stationen seiner Karriere sind in Berlin das Maxim Gorki Theater, die Kammerspiele des Deutschen Theaters, die Neuköllner Oper sowie die Komödie am Kurfürstendamm. Seine Arbeit führte ihn u.a. an die Staatsoper Hannover, das Staatstheater Cottbus, die Opernhäuser von Halle, Rostock, Chemnitz und Krefeld/Mönchengladbach sowie an die Nationale Reisopera der Niederlande und die Theater Bern und St. Gallen. Götz Hellriegel ist seit vielen Jahren Dozent für Musicaltanz an der Universität der Künste Berlin.

Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Jens Troester. Bühnenbild und Kostüme entwirft der Brite Duncan Hayler, der auch die Inszenierungen CHESS, ZAUBERFLÖTE, SCHARLATAN und zuletzt LADY MACBETH VON MZENSK für Theater&Philharmonie Thüringen ausstattete.

In den Rollen: Erik Slik (Bob), Alexander Voigt (Patrice), Bettina Denner-Brückner (Honorine Guibert), Kai Wefer (Pedro Hernandez), Katie Bolding (Maricousa), Johannes Beck (Adolphe Robinet), Chrysanthi Spitadi (Viviane), Robin Lyn Gooch (Bédélia), Günter Markwarth (Sigismond Pfitz), Paula Rummel (Loulou), Roman Koshmanov/Konrad Zorn (Mann in Weiß), Heiko Retzlaff/Winfried Roscher (1. Gast), Claudia Müller/Annick Vettraino (2. Gast) u.a.

Der Opernchor singt in der Einstudierung von Ueli Häsler. Es tanzt Mitglieder desThüringer Staatsballetts.

Anschließend findet die öffentliche Premierenfeier im Rangfoyer statt.

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