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Regionales

09:20 Uhr | 12.02.2013

Landrätin zieht positive Bilanz

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Beitrag: Landrätin zieht positive Bilanz

Altenburg. Seit Sommer 2010 fördert der Freistaat Thüringen regional und überregional bedeutsame Projekte im Rahmen der Wachstumsinitiative Altenburger Land. Maßgeblich für die Initiative der Landesregierung ist, dass die Vorhaben durch die Akteure vor Ort erarbeitet bzw. benannt werden. Der Lenkungsbeirat, ein Gremium regionaler Akteure, stimmt über die Bedeutung einzelner Maßnahmen ab und bestimmt so, welche Vorhaben im Rahmen der Wachstumsinitiative verfolgt werden sollen. Die so erarbeitete Maßnahmenliste umfasst zur Halbzeit des 3. Bearbeitungsjahres 174 Einzelpositionen mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 125 Millionen Euro.

Im bisherigen Projektzeitraum konnten bereits beachtliche Erfolge erzielt werden. Neben der Bewilligung des Regionalbudgets wurden zahlreiche weitere Maßnahmen in die Umsetzung übergeleitet. So sind beispielsweise Fördermittel für die Realisierung von Straßenbaumaßnahmen und für die Verbesserung der Nutzungsbedingungen des Öffentlichen Personennahverkehrs bereitgestellt worden. Im Bereich der sozialen Infrastruktur wurden unter anderem Einrichtungen für Demenzkranke und Behinderte sowie für Bürger- und Ärztehäuser finanziell unterstützt. Beim Tourismus stand der Lutherweg im Fokus der Förderung; mit Mitteln der Städtebauförderung wurden zahlreiche Einzelmaßnahmen in den Städten Altenburg und Meuselwitz auf den Weg gebracht. So fällt die Bilanz, die Landrätin Michaele Sojka letzte Woche anlässlich der Sitzung des Lenkungsbeirates im Landratsamt Altenburg zog, durchaus zufriedenstellend aus. Die Wachstumsinitiative hat Investitionen in Höhe von über 35 Millionen Euro angestoßen. Der Freistaat Thüringen unterstützte die Umsetzung von bislang 69 Maßnahmen durch Bereitstellung von Zuwendungen in Höhe von über 25 Millionen Euro. Allein im IV. Quartal 2012 wurden über 5 Millionen Euro Fördermittel bewilligt, darunter für die Sanierung des Daches der Schlosskirche in Altenburg (mit über 1,8 Millionen Euro), die Errichtung eines Kommunikations- und Informationszentrums am Lutherweg in der Brüderkirche (mit über 180.000 Euro), die Revitalisierung verschiedener innerstädtischer Brachflächen in Meuselwitz (mit knapp 200.000 Euro) und ein Wohnheim für mehrfach körperlich und geistig behinderte Menschen in Schmölln (mit rund 850.000 Euro).  
Bereits Anfang Dezember 2012 nutzte Michaele Sojka gemeinsam mit Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf die Sitzung der Interministeriellen Arbeitsgruppe in Erfurt, um das weitere Vorgehen für das Altenburger Land zu besprechen. „Ziel ist es“, so Sojka, „an die bisherigen Erfolge anzuknüpfen. Zu den Schlüsselmaßnahmen, die wir nun in Angriff nehmen, zählt vorrangig der Neubau der B7n vom Zschaschelwitzer Kreuz bis zur Autobahn A72. Der Autobahnanschluss ist für die Entwicklung des Altenburger Landes in der Wirtschaftsregion Leipzig-Chemnitz-Zwickau von maßgeblicher Bedeutung. Dringender Handlungsbedarf besteht auch bezüglich des weiteren Ausbaus der Kreisstraßen sowie bei der Fortsetzung der Sanierungsmaßnahmen in den Städten.“
Erfreulich ist bereits jetzt die Aussage des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, dass die Hochwasserschutzmaßnahmen am Gerstenbach im Bereich der Gemeinde Treben in das entsprechende Förderprogramm 2013 eingeordnet wurden. In Bezug auf den Ersatzneubau der Schulsporthalle der Wieratalschule in Langenleuba-Niederhain wird im Rahmen der Sportstättenförderung des Thüringer Sozialministeriums eine prioritäre Bewertung erfolgen. Die Möglichkeit zur Antragstellung im Frühjahr 2013 wurde dem Projektträger in Aussicht gestellt.
Akuter Handlungsbedarf besteht aus Sicht der regionalen Akteure in Bezug auf das Lindenau-Museum. Hier müssen zwingend die erforderlichen Schritte zum Schutz und zur Sicherung der Kulturgüter eingeleitet werden.

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