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Regionales

00:00 Uhr | 22.03.2012

Ernestinum gerettet

Eine Dienstfahrt, die Oberbürgermeister Michael Wolf am Mittwoch dieser Woche nach Erfurt führte, war von Erfolg gekrönt. In der Landeshauptstadt erhielt das Stadtoberhaupt die Zusage, dass der Freistaat Thüringen Städtebau-Fördermittel für die Sicherung des so genannten Ernestinums (Bei der Brüderkirche 6) gewährt. Die Gelder summieren sich auf insgesamt rund 870.000 Euro. Vorausgesetzt, der Altenburger Stadtrat genehmigt die vorliegenden Entwurfsplanungen in seiner April-Sitzung, könnten die diversen Baumaßnahmen schon im September dieses Jahres beginnen. „Mit Blick auf das gegenüber liegende Areal am Markt ist das besonders erfreulich“, so der Oberbürgermeister. „Die Maßnahme stellt eine Aufwertung des gesamten Areals dar.“
Das Ernestinum ist ein Kulturdenkmal, das zum Denkmalensemble „Kernstadt Altenburg mit Vorstädten“ gehört. Es ist seit Jahren verwaist und befindet sich in einem schlechten Bauzustand. Die Stadt hat das markante Gebäude im Herzen der Stadt 2009 mit dem Ziel erworben, die städtebaulich wichtige Bebauung zu bewahren. Hierzu ist es erforderlich, Teile des Objektes unverzüglich instand zu setzen. Eine Begutachtung durch Fachleute hat ergeben, dass insbesondere das Dach erneuert und neu eingedeckt werden muss. Im Anschluss soll, je nach Finanzierbarkeit im Zeitraum 2013/2014, die dann noch ausstehende Instandsetzung der Fassaden erfolgen.
Wenn die Sicherung des Gebäudes geschafft ist, sollen sich Sanierungsarbeiten anschließen. „Für eine spätere Nutzung des Ernestinums sehe ich verschiedene Optionen“, so der Oberbürgermeister, „die ich in den nächsten Monaten konkretisieren werde.“
Das Ernestinum blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Die Grundsteinlegung für das ehemalige Schulgebäude erfolgte am 6. August 1727. Die Arbeiten wurden vom Ratsbaumeister Johann Georg Hellbrunn geleitet. Der in der Bevölkerung geläufige Name ist wohl darauf zurückzuführen, dass das Gebäude bis 1931 das „Herzog-Ernst-Realgymnasium“ beherbergte. Von 1946 bis 1994 war das Ernestinum Sitz des Instituts für Lehrerbildung.

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