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Regionales

00:00 Uhr | 09.03.2012

Versprechen, was man auch halten kann

Er will sich zur Wahl nicht auf den Amtsbonus verlassen, Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf. Und so stellte er jetzt sein Wahlkampfkonzept aber auch sein Programm für weitere sechs Jahre im Amt vor.

Dazu lud der 50jährige in die Geschäftstelle der SPD. Immerhin war auch sein Wahlkampfteam anwesend. "Altenburg im Blick" das will Wolf auch sechs weitere Jahre haben. Rund eine Stunde lang stellte er in dem heutigen Pressegespräch ziemlich konkret seine Pläne für Altenburg vor.
So stehen u.a. eine Mietfabrik für die Skatstadt, ein Straßeninstandsetzungsprogramm mit völlig neuer Finanzierungsmethode, der Ausbau des Wohnstandortes Goldene Glucke, die Privatisierung von Kulturmanagement und Bauhof oder die Schaffung eines zentralen Bürgerinformationszentrums auf dem Plan. Für den Erhalt der Garagenstandort in Altenburg setze er sich ebenso ein wie für  Altenburg als Kulturstandort.

Relativ zurückhaltend war Wolf mit Kritik an seinen Mitbewerbern. Lediglich werde hier zur Zeit alles versprochen, aber nie erläutert, wie man dies in Zeiten knapper Kassen finanzieren wolle.
Wolf wisse, dass er Ecken und Kanten habe, allerdings verstehe er sich als ein Politiker, der nicht nur redet, sondern auch anpackt.

Und so könne sich seine bisherige Bilanz sehen lassen. Industrieansiedlungen wie Fräger, OKM oder Finstral stünden auf der Erfolgsliste ebenso wie der Schuldenabbau Altenburgs von 42 auf 16 Millionen, Sanierungsprogramme von Stadtverwaltung und SWG in der Altstadt, Unterstützung von alternativen privaten Schulen ebenso wie die Sanierung staatlicher Schulgebäude oder die erfolgreiche Schaffung des Eigenbetriebes Schloss. Im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern sehe er eher die Chancen der Stadt, als dass er diese dauerhaft schlecht reden würde.

Für den Wahlkampf um das Landratsamt, sehe Wolf die klare Notwendigkeit eines Wechsels. So kümmere sich der Amtsinhaber nicht um wichtige Belange wie den Neubau eines Autobahnanbinders und spiele die Kommunen eher gegeneinander aus, anstelle diese für das Vorankommen des Landkreises zu vereinen.

Neben Broschüren fährt der Amtsinhaber auch auf seinem privaten Fahrzeug Werbung für sich. Mit den Druckerzeugnissen erhält jeder Altenburger sogar die persönliche Handynummer des SPD-Mannes. Dies habe er seit seiner ersten Wahl zum OB 2000 so gehandhabt. Er fühle sich für alle Altenburger verantwortlich und sei so sogar privat für jeden erreichbar.

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