11:09 Uhr | 30.04.2026
Altenburg - Die Wirtschaftsvereinigung Altenburger Land begrüßte Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John. Boos-John, die selbst auf jahrzehntelange Erfahrung als Unternehmerin in der Baubranche zurückblickt, betonte gleich zu Beginn die aktuellen wirtschaftlichen Erfolge des Freistaats. Mit einem Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent im Jahr 2025 hebe sich Thüringen positiv vom bundesweiten Durchschnitt ab. Für das Altenburger Land sieht die Ministerin besonders durch die bereitgestellten 90 Millionen Euro aus den Kohleausstiegsmitteln enorme Chancen, um gezielt in neue Industriegebiete und den Tourismus zu investieren.
Ein zentrales Anliegen der Diskussion war der dringend notwendige Bürokratieabbau, bei dem Boos-John vor allem auf eine stärkere Digitalisierung und moderne Planungsverfahren im Bauwesen setzt. Angesichts des demografischen Wandels und des spürbaren Fachkräftemangels forderte sie zudem eine konsequente Weiterbildung sowie gezielte Einwanderungsprogramme für internationale Arbeitskräfte. Um die lokale Wirtschaft weiter zu stärken, wies Boos-John auf die vielfältigen Unterstützungsangebote der Landesentwicklungsgesellschaft und der Thüringer Aufbaubank hin.
Langwierige Infrastrukturprojekte, wie die Anbindung der B7 an die A72, sollen durch neue Beschleunigungsgesetze und digitale Beteiligungsformate künftig deutlich zügiger umgesetzt werden. Einen zukunftsweisenden Ausblick gab die Ministerin bezüglich des Flughafens Altenburg-Nobitz, der sich als Erprobungsraum für moderne Mobilitätskonzepte wie Lufttaxis etablieren könnte. Abschließend zeigte sich Boos-John zuversichtlich, dass das transformationserprobte Altenburger Land mit der richtigen Infrastruktur und Innovationskraft eine vielversprechende wirtschaftliche Zukunft vor sich hat.