11:24 Uhr | 05.06.2026
Kelvion will das Werk in Nobitz-Wilchwitz bis Ende 2026 schließen. Damit stehen im Altenburger Land hochwertige Industriearbeitsplätze auf dem Spiel. Die CDU Altenburger Land reagiert auf die Ankündigung und will prüfen lassen, welche wirtschaftspolitischen Möglichkeiten es für den Standort noch gibt.
Dazu hat der Kreisvorsitzende der CDU Altenburger Land und Landtagsabgeordnete Christoph Zippel das Thüringer Wirtschaftsministerium eingebunden, um die Lage am Standort Wilchwitz zu erörtern, mögliche wirtschaftspolitische Handlungsspielräume auszuloten und die Förderkulisse des Freistaats konkret in den Blick zu nehmen.
„Bei einer Entscheidung dieser Größenordnung darf man nicht nur betroffen reagieren. Wir müssen jetzt prüfen, welche realistischen Möglichkeiten es gibt: für den Standort, für Investitionen und für die Beschäftigten. Dazu gehört auch die Frage, welche Förderinstrumente des Landes Thüringen für Nobitz-Wilchwitz grundsätzlich in Betracht kommen könnten“, erklärt Christoph Zippel.
Nach Angaben des Unternehmens soll die Produktion künftig am Standort Sarstedt in Niedersachsen gebündelt werden. Genau deshalb müsse aus Sicht der CDU auch geprüft werden, ob es wirtschaftliche Alternativen zur vollständigen Aufgabe des Standortes Nobitz gibt.
„Wenn Kelvion an anderer Stelle investieren will, muss zumindest offen besprochen werden, ob Investitionen, Modernisierung oder eine Teilfortführung auch hier vor Ort darstellbar wären. Das Altenburger Land verfügt über industrielle Erfahrung, Fachkräfte und eine Förderkulisse, die man nicht vorschnell ausblenden darf“, so Zippel.
Zippel will sich dafür einsetzen, dass die zuständigen Gesprächspartner zusammenkommen. Neben dem Unternehmen, dem Thüringer Wirtschaftsministerium und der kommunalen Ebene könnten die Thüringer Aufbaubank, die LEG Thüringen sowie weitere regionale Akteure eine Rolle spielen.
„Es geht jetzt um einen ehrlichen Standortdialog. Wir brauchen Klarheit über die Gründe der Entscheidung, aber vor allem müssen wir nach vorne schauen: Welche Optionen gibt es für den Standort? Welche Fördermöglichkeiten können geprüft werden?“, betont Zippel.
Für die CDU Altenburger Land ist klar: Unsere Heimat darf beim Verlust industrieller Arbeitsplätze nicht nur Zuschauer sein. „Wir werden keine falschen Hoffnungen wecken. Aber wir werden auch nicht einfach die Hände in den Schoß legen. Unser Anspruch ist, alle wirtschaftlich sinnvollen Möglichkeiten zu prüfen und die richtigen Ansprechpartner an einen Tisch zu bringen“, so Zippel abschließend.
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