15:07 Uhr | 24.11.2020
Altenburg. Erneut verzeichnet das Gesundheitsamt des Altenburger Landes eine signifikante Steigerung der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus. Die Zahl stieg von Montag auf Dienstag um 80 auf aktuell 449 aktiv positive Fälle. Damit haben sich seit
dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr insgesamt 840 Menschen angesteckt. Diesen stehen inzwischen aber auch 385 genesene Patienten gegenüber. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz beträgt 275,18 pro 100.000 Einwohner.
Eine große Zahl der Infizierten wird nach wie vor durch die Tests der Kontaktpersonen entdeckt. So auch im DRK-Seniorenheim Albert-Schweitzer in Altenburg-Nord. Nachdem dort vor etwas mehr als einer Woche die ersten Corona-Infizierten gemeldet wurden, führte das Gesundheitsamt am Samstag insgesamt 176 Tests durch. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse ergaben eine Zunahme der positiven Fälle um 56 auf nun 78 Infizierte. Betroffen sind vor allem die 120 Bewohner der Einrichtung, von denen etwa die Hälfte positiv getestet wurde. Von den 93 Mitarbeitern haben sich 15 mit dem Erreger infiziert. Diese sind derzeit in Heimquarantäne. Als Maßnahme zum Eindämmen der Ausbreitung des Corona-Virus, befinden sich die restlichen Pflegkräfte in sogenannter Arbeits-Quarantäne, das heißt sie verbleiben im Seniorenheim Albert-Schweitzer, um den Betrieb und die Versorgung der Bewohner aufrechtzuhalten.
Außer dem Seniorenheim in Altenburg-Nord und dem Pflegeheim Hainichen, in dem sich die Zahl der sechs festgestellten Virusträger nach dem Durchtesten der Bewohner und Mitarbeiter nicht verändert hat, beklagt nun auch das Pflegeheim Hospitalstift in Altenburg zwei Corona-Infizierte. Das Gesundheitsamt ordnete daraufhin 20 Corona-Testes an. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Darüber hinaus gibt es im Landkreis keine weiteren eindeutig identifizierbaren Hot-Spots. Das Infektionsgeschehen verteilt sich vielmehr diffus über das Kreisgebiet. Derweil ist der Anstieg der Zahl der belegten Corona-Betten im Klinikum Altenburger Land auf momentan 22 nicht allein auf die Zunahme der Fallzahlen im Landkreis zurückzuführen, denn nicht alle der stationär behandelten Patienten stammen aus dem hiesigen Kreis. Die Zahl der intensivmedizinisch Versorgten ist davon bis jetzt unberührt, sie liegt weiter konstant bei vier Personen.
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