16:06 Uhr | 13.07.2020
Altenburg. Das mehrjährige Kulturprojekt „Der fliegende Salon – Kulturaustausch im Altenburger Land“ hat mit der Gründung eines Programmrates seine Arbeitsstruktur vervollständigt. Am 6. Juli traf das 13-köpfige Gremium zu seiner ersten Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem der Beschluss einer Geschäftsordnung und die Diskussion der Zielstellung des Gesamtprojektes sowie der Kriterien für einzelne Salon-Ideen. Die nächste Antragsfrist für interessierte Kooperationspartner endet am 21. September 2020.
Neben Landrat Uwe Melzer als Vorsitzenden gehören zum Programmrat für „Der fliegende Salon“ Vertreter der Verwaltung, der Fördermittelgeber, der vier beteiligten Kultureinrichtungen des Landkreises sowie fünf vom Landrat berufene stimmberechtigte Beiräte aus unterschiedlichen Wirkungsbereichen. Zwei Mal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, treffen sie zusammen, um die Entwicklung des Gesamtprojektes zielführend mitzugestalten und die Transparenz bei der Fördermittelverwendung und den Entscheidungswegen abzusichern. Damit agieren sie als Entscheidungsgremium zum Projektteam, das die Salon-Ideen von Akteuren aus dem Landkreis in einem gemeinsamen Prozess realisieren will.
Durch das Förderprogramm TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, hat das Altenburger Land die Möglichkeit, sein kulturelles Potenzial neu auszuschöpfen. Für den aktuellen Förderzeitraum 2020 bis Juni 2024 ist dazu das Konzept für „Der fliegende Salon“ entstanden. An die historische Salon-Idee des
19. Jahrhunderts anknüpfend sollen Vereine, Initiativen und Gemeinden im Landkreis unterstützt werden, neue Formate zu entwickeln, die das Miteinander und den Austausch der Einwohnerinnen und Einwohner im Altenburger Land befördern. Unterstützung bei der Ideenentwicklung und -umsetzung kommt dazu von den etablierten Kultureinrichtungen, dem Lindenau-Museum Altenburg, der Musikschule des Landkreises, dem Museum Burg Posterstein und der Theater Altenburg Gera gGmbH. Jeweils ein Vertreter dieser Einrichtungen sowie der Fachdienstleiter Wirtschaft Tourismus und Kultur des Landratsamtes gehört zum beratenden Projektteam. Die Projektleitung ist ebenfalls im Landratsamt angesiedelt. Über den Förderzeitraum soll sich mit den einzelnen Salon-Projekten ein starkes kulturelles Netzwerk für den Landkreis etablieren.
Seit Ende des strengen Kontaktverbots ist das Projektteam wieder verstärkt zu persönlichen Gesprächen mit möglichen lokalen Salon-Partnern im Landkreis unterwegs. Ideen für einen Fliegenden Salon können jederzeit bei der Projektleiterin Luise Krischke eingereicht und vorberaten werden (E-Mail: trafo@altenburgerland.de, Telefon: 03447 586-163). Über die Umsetzung und finanzielle Ausstattung der zwischen lokalen Partnern und Projektteam entwickelten Salon-Ideen beschließt der Programmrat. Die nächste Antragsfrist endet am 21. September 2020. Der ausführliche Beteiligungsaufruf ist unter www.fliegender-salon.de zu finden.
Mitglieder des Programmrates „Der fliegende Salon“ sind:
Landrat, Uwe Melzer
Tina Rolle, Vertreterin des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport des Kreistages des Altenburger Landes
Matthias Bergmann, Hauptamtlicher Beigeordneter für die Musikschule des Landkreises
Dr. Roland Krischke, Direktor Lindenau-Museum Altenburg
Klaus Hofmann, Direktor Museum Burg Posterstein
Kay Kuntze, Generalintendant und Künstlerischer Geschäftsführer Theater Altenburg Gera gGmbH
Harriet Völker, Programmreferentin TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel
Antje Jakob, Vertreterin der Staatskanzlei Thüringen
Ute Edda Hammer, Vorstand und Geschäftsführung der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen
Prof. Dr. phil. Stephan Beetz, Professur für Soziologie und Empirische Sozialforschung Hochschule Mittweida
Marcel Greunke, Bürgermeister eines TRAFO-Ortes
Marian Riedel, Journalist
Karin Hörtzsch Lehrerin am Friedrichgymnasium Altenburg
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