14:55 Uhr | 06.03.2019
Der Vater Physiker, die Mutter Ärztin, der gemeinsame Sohn, Ingo, will immer schreiben. Heute sind seine Erzählungen, Romane und Kinderbücher in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Mehrfach wird er für den Deutschen Buchpreis nominiert, für den Roman ‚Peter Holtz’ zum Beispiel. Ingo Schulze, geboren 1962 in Dresden, zählt für DIE ZEIT „zu den wichtigsten literarischen Stimmen aus den neuen Bundesländern“. Die DDR „habe ich nicht geliebt. Trotzdem war es das Land, für das ich mich mitverantwortlich fühlte. Sonst wäre ich gegangen.“ In der Wendezeit engagiert sich Schulze in der Bürgerbewegung ‚Neues Forum’. Den Begriff der Wende würde er wahrscheinlich streichen, überhaupt blickt der heute 56-Jährige kritisch auf die Zeit von 1989/90. „Wende, das ist ein Begriff, den ich nicht benutze. Und die Wiedervereinigung gab es nicht, das war ein Beitritt.“ Das Ende der DDR, die frühen 90er-Jahre, diese Zeit ist festgehalten in Schulzes Büchern. In ‚Simple Storys’, ‚Neue Leben’ oder ‚Adam und Evelyn’. „Ich schreibe halt über die Zeiten, die ich erlebt habe. Ich käme nie auf die Idee, etwas über die Bundesrepublik vor ‘89 zu erzählen.“
30 Jahre nach dem Mauerfall ist Schulzes Roman ‚Adam und Evelyn’ für das Kino verfilmt worden. Es ist die Geschichte von einem Paar, das in den Westen geht. Doch die Erzählung endet nicht mit der Flucht. „Diese Geschichte handelt nicht nur von der DDR, sondern auch von dem Neuen, das danach kommt. Die DDR für sich genommen hat mich nie interessiert, der Wechsel von Abhängigkeiten und Freiheiten ist das eigentlich Interessante!“ Schulze selbst lebt zu Beginn der 90er-Jahre im thüringischen Altenburg, arbeitet als Dramaturg am Landestheater und ist einer der Gründer vom 'Altenburger Wochenblatt'. Weil diese Zeit so prägend war, will er mit Deutschlandfunk Kultur unbedingt nach Altenburg. Was er zeigen will? Auf jeden Fall das „Theater, den Marktplatz, das Neubaugebiet, in dem ich gewohnt habe“.
Die Sendung Deutschlandrundfahrt stellt auf ihrer Entdeckungsreise durch Deutschland Städte und Landschaften vor – abwechselnd als Studioproduktion oder gemeinsam mit einem Prominenten, der auf einem Spaziergang durch seine Stadt begleitet wird. Die Deutschlandrundfahrt vermittelt jenseits aktueller Ereignisse ein vielfältiges Bild dieser Orte und, zusammen mit den persönlichen Erfahrungen, Erlebnisse, die bekannte Persönlichkeiten mit ihnen verbinden.
„Deutschlandrundfahrt“ am 10. März um 11.05 Uhr
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