09:43 Uhr | 13.04.2018
Für die Freien Demokraten im Altenburger Land ist der von ihnen unterstützte CDU-Kandidat André Neumann als klarer Sieger aus dem OVZ-Wahlforum am Dienstag dieser Woche hervorgegangen.
Dazu FDP-Kreisvorstandsmitglied Daniel M. Scheidel: "In der Debatte um die Flüchtlingskosten in Altenburg hat André Neumann den Kandidaten des Bürgerforums, Frank Schütze, mit dem einfachen Hinweis, dass die von diesem als nicht nachvollziehbar monierten Kosten problemlos aus dem veröffentlichten Haushalt der Stadt Altenburg ablesbar seien, als politischen Laiendarsteller entlarvt. Dass Neumann sich gegen Hass und Hetze aussprach und den voraussichtlichen künftigen Stadträte aus den Reihen von Bürgerforum oder AfD – die Stadtratswahlen finden bekanntlich schon 2019 statt – eine faire politische Auseinandersetzung zusagte, werte ich als Zeichen menschlicher und politischer Größe."
Die Behauptung der SPD-Kandidatin Katharina Schenk, es sollten künftig nicht mehr Menschen in der Altenburger Innenstadt wohnen als derzeit, "weil hier jedes Wochenende der Bär steppt", widerlegte Andre Neumann schlüssig. Wohnen in der Altenburger Innenstadt muss wieder attraktiver werden - als Marktanwohner weiß Neumann auch hier, wovon er spricht.
Was die Freien Demokraten besonders ärgert, dass Schütze in seinen Wahlkampf immer wieder versucht, die Bürgerinnen und Bürger hinters Licht zu führen. So wurde im Verlaufe der Diskussion deutlich, dass Schützes einziges Thema Flüchtlinge ein Gebiet ist, auf dem ein Oberbürgermeister so gut wie keine Befugnisse hat. Auch sein Plan, "städtische Aufträge künftig in viele kleine Lose aufzuteilen, so dass regionalae Firmen zum Zug kommen könnten", zielt auf die Ahnungslosigkeit der Bürger ab. "Das wird von der Stadt Altenburg bereits seit vielen Jahren so gehandhabt. Schützes Plan ist also nichts weiter als lauwarme Luft," erklärt Scheidel.
Beim Wahlslogan "Schütze dein Altenburg" stellt sich den Freien Demokraten die Frage, vor wem das Bürgerforum die Stadt eigentlich schützen wolle: Nur vor Flüchtlingen, oder lieber gleich vor allen, die nach Altenburg ziehen wollen, Familien von Wessis etwa, oder gleich auch vor Investoren von außerhalb.
"Finsteren Zeiten würden wir mit einem solchen OB entgegenblicken", findet auch FDP-Stadtrat Detlef Zschiegner und weist darauf hin, dass der neue Altenburger OB möglichst umfangreiche Erfahrungen aus der freien Wirtschaft mitbringen solle. "Schließlich leitet er mit der Stadtverwaltung eine Behörde, die sowohl hinsichtlich Mitarbeiterführung als auch auch im Hinblick auf die vielfältigen Aufgaben mit einem großen mittelständischen Unternehmen zu vergleichen ist. Hier überzeugt uns Liberale einzig André Neumann."
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