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Regionales

00:00 Uhr | 23.11.2011

Die Jagd nach dem blauen Punkt

Nach 410 km Thüringenweg erreichten 15 Wanderer am Sonntag Punkt 16 Uhr den Altenburger Bahnhof. Ein erhebender Moment, den so maches Mitglied der Gruppe ganz gerührt erlebte. Die gut gelaunte Gruppe aus Bad Salzungen unter Führung von Manfred Krause hatte sich für das Projekt „Thüringenwanderweg“ über 5 Jahre Zeit genommen. In manchen Jahren zwei Mal, auf jeden Fall jedoch ein Mal jährlich traf man sich, um entlang des Thüringenwanderwegs Städte, Dörfer und Landschaften kennen zu lernen, die ohne die gesetzte Streckenführung wohl nie einen Besuch der Gruppe erlebt hätten. „Wir haben so viel entdeckt, und können nur immer wieder staunen wie schön unser Land ist, wenn man sich Zeit für die verborgenen Winkel nimmt“, so eine Wanderfreundin gegeistert. Man setzte für ein Wochende am Ziel des vergangenen Jahres wieder ein, um weiter dem blauen Markierungspunkt gen Osten zu folgen. Ganz einfach war das nicht, so die einhellige Meinung der Wanderfreunde. „Die Jagd nach dem blauen Punkt“ war zwar am Ende immer erfolgreich, aber so mancher Kilometer Umweg konnte nicht vermieden werden, wenn die Streckenmarkierung zweideutig oder fehlend war. „So haben wir de facto sicherlich ein paar Meter gemacht, als die vorgesehenen 410 km“, schmunzelt Manfred Krause, der mit seiner Frau seit Jahren die Touren organisiert. Es sei ein wunderbares Erlebnis gewesen, das mit einem besonders gelungenen Wandertag von Schmölln nach Altenburg seinen Abschluss gefunden habe. In Begleitung der Altenburger Tourismus-Chefin Christine Büring wanderte die Gruppe auf den Spuren der Via Imperii von Mockern nach Altenburg und erhielten auf ihrem Weg zum Bahnhof noch eine Stadtführung. Eigentlich verläuft der 1995 geplante Weg von Paditz kommend über die Münsaer Strasse und den Schlosspark zum Bahnhof nicht durch die Altstadt, doch hier muss die Strecke angepasst werden, sind sich Wanderer und Touristikerin einig.  Der herrliche Blick von der Paditzer Strasse und wenig später vom Großen Teich entschädigt für müde Füsse! Und die Stadt sei eine echte Überraschung gewesen, so dass man Bürings Einladung für einen gesonderten, ausführlichen Ausflug gerne folgen wird. Am Bahnhof wurde die Gruppe von einem Vertreter des Thüringer Wandervereins in Empfang genommen. Mit der Goldenen Ehrennadel des Thüringer Wandervereins wurden die Teilnehmer ausgezeichnet, die die gesamten 410 km mitgelaufen waren. Eine silberen Ehrennadel gab es für 370 mitgewanderte Kilometer. In beiden Fällen eine reife Leistung. Christine Büring gratulierte im Namen im Auftrag des Oberbürgermeisters und lud zu einem Glas Sekt.  Der Thüringenweg ist ein Kleinod, das es touristisch mehr zu fördern gilt, so die Touristikerin. Der Weg soll zeitnah etwas verlegt werden, um eine optimale Streckenführung zu gewährleisten. Der Fremdenverkehrsverband hat dem Thüringer Wanderverein bereits vorgeschlagen, von Altenburg kommend bis Maltis den Pilgerweg an der „Via Imperii“ und von Schmölln bis Burg Posterstein den Sprotte-Erlebnis-Pfad zu nutzen. Von Maltis ist eine Querung über Bornshain und Taupadel nach Schmölln vorgesehen. So werden die Wanderer vor allem auf ländlichen Wegen und durch Wald- und Feldgebiete geführt. Die Städte Schmölln und Altenburg werden durchquert und bieten mit ihren Hotels und Gaststätten die notwendige Infrastruktur. Hierfür gab es ebenfalls ein großes Lob der Bad Salzunger Gruppe, die sich von ihren Gastgebern im Hotel Baum und im Landhotel zur Burg rundherum verwöhnt und umsorgt gefühlt haben. „Wanderer kommt auf dem Thüringenweg nach Altenburg!“

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