14:15 Uhr | 04.03.2026
Altenburg - Wenn die Temperaturen steigen und die Nächte feucht sind, beginnt für Kröten, Frösche und Molche eine gefährliche Reise. Autofahrer sind zur Vorsicht aufgerufen, während der Landschaftspflegeverband mit einem neuen "Amphibienstammtisch" ehrenamtliche Helfer sucht.
Altenburger Land. Sobald die Nächte milder und feuchter werden, setzt im Landkreis eine Massenbewegung ein: Tausende Amphibien erwachen aus ihrer Winterstarre und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Für viele Tiere endet diese Reise jedoch tödlich, wenn ihre Route über viel befahrene Straßen führt. Autofahrer werden daher in den kommenden Wochen um erhöhte Aufmerksamkeit und gedrosseltes Tempo gebeten.
Um die Tiere zu schützen, sind die Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbandes Altenburger Land e.V. (LPV) im Auftrag der unteren Naturschutzbehörde bereits im Einsatz. An bekannten Straßenabschnitten, an denen seit Jahren ortsfeste Amphibienschutzzäune stehen, haben sie die Kunststoffwände und kleinen Tunnelanlagen von Laub und Schmutz befreit sowie repariert. Diese Leiteinrichtungen ermöglichen es den Tieren, die Straße gefahrlos zu unterqueren.
Mobile Zäune: Tägliche Kontrolle rettet Leben
Dort, wo es keine dauerhaften Tunnel gibt, stellt der Landschaftspflegeverband vorübergehend mobile Schutzzäune auf. Diese niedrigen Barrieren leiten die wandernden Amphibien in eingegrabene Fang-Eimer. Ab diesem Punkt ist Handarbeit gefragt: Ehrenamtliche Helfer kontrollieren die Eimer jeweils morgens und abends, transportieren die vorgefundenen Tiere sicher über die Fahrbahn zum Laichgewässer und führen darüber genau Buch. Art und Anzahl der Tiere werden in Sammelprotokollen erfasst – an manchen Tagen summiert sich das landkreisweit auf bis zu 500 gerettete Tiere.
Der LPV weist Spaziergänger und Tierfreunde ausdrücklich darauf hin, die Fangeimer nicht eigenmächtig zu leeren. Die Zäune werden von festen Betreuern verwaltet; unkoordinierte Rettungsaktionen würden die wichtige statistische Auswertung der Bestände verfälschen.
Neuer Stammtisch für Freiwillige gegründet
Um die Helfer besser zu vernetzen, hat der LPV in diesem Jahr erstmals einen "Amphibienstammtisch" ins Leben gerufen. Zukünftig soll dieses Zusammentreffen immer zur Vorbereitung und zum Abschluss der Amphibienwanderung stattfinden. Hier können sich Betreuer austauschen, Probleme besprechen und Neuerungen erfahren. Auch Interessierte und künftige Helfer sind dazu herzlich willkommen, da dort alle wichtigen Grundlagen für den Einsatz erläutert werden.
Mitmachen: Kein Vorwissen nötig
Für die anstehende Wandersaison werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht. Spezielle Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Wichtig ist lediglich die Zuverlässigkeit, während der Wanderungszeit zweimal täglich die Fangeimer zu leeren und die Tierarten zu protokollieren. Als Dankeschön erhalten die Freiwilligen eine kleine finanzielle Aufwandsentschädigung aus Mitteln des Vertragsnaturschutzes.
Bürger können sich zudem einbringen, indem sie gefährdete Amphibienwanderstrecken, an denen es noch keine Zäune gibt, an die Kreisverwaltung melden. Wer als Betreuer aktiv werden möchte, kann sich direkt beim Landschaftspflegeverband Altenburger Land oder bei der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises melden.
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