16:09 Uhr | 08.12.2025
Für das Altenburger Land hat das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs (KWBL) des Umweltministeriums jetzt ein neues Wolfsterritorium bestätigt. Fotofallenaufnahmen wiesen über einen Zeitraum mehrerer Wochen wiederholt zwei Wölfe im Gebiet nach. Damit sind die Voraussetzungen für die Feststellung eines neuen Territoriums mit dem Status „Paar“ nach den nationalen Monitoringstandards erfüllt. Das neue Wolfsterritorium trägt den Namen „Altenburg“. Das Territorium erstreckt sich, nach derzeitigen Erkenntnissen, auf Thüringer Seite vom Leinawald über Gößnitz bis hin nach Göpfersdorf.
Damit gibt es in Thüringen derzeit sechs Wolfsterritorien, zusätzlich zu „Altenburg“ auch „Trusetal-Seligenthal“, „Neustadt am Rennsteig“ und „Ohrdruf“ mit je einem Rudel sowie die Territorien „Ilfeld“ und „Hainich“ mit je einem Wolfspaar. Die Gesamtzahl der nachgewiesen standorttreuen Tiere in Thüringen liegt nach Zählung des Kompetenzzentrums bei rund 25 Tieren.
Für ein intensiveres Monitoring fanden bereits erste Gespräche mit den örtlichen Behörden (Untere Jagbehörde und Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Altenburger Land) sowie Vertretern der Jägerschaften und der Landwirtschaft statt. Angestrebt ist der erhöhte Einsatz von Wildkameras, um den Bewegungsradius sowie Schwerpunktaufenthaltsgebiete der Wölfe besser kennenzulernen.
Vor-Ort-Beratungen für von Rissen betroffene Nutztierhalterinnen und -halter haben bereits stattgefunden. Thüringen unterstützt Nutztierhalter über die Richtlinie Wolf/Luchs bereits seit 2018 bei der Finanzierung von Herdenschutzmaßnahmen und entschädigt vom Wolf gerissene Nutztiere. Zusätzlich soll im neuen Jahr eine zusätzliche Informationsveranstaltung vor Ort für Nutztierhalter stattfinden. Im kommenden Frühjahr werden vom Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs weitere Schulungstermine für interessierte Jäger geplant. Ziel der Ausbildung soll das präzise Erkennen und Bewerten von Rissgeschehnissen sein, so dass Begutachtungen von gerissenem Wild direkt von geschulten Personen vor Ort erfolgen kann.
Für alle Nachfragen aus der Region (sowie für ganz Thüringen) ist das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs erreichbar. Telefon: 0361 573 941 941 und E-Mail: KompetenzWBL@tmuenf.thueringen.de. Alle Informationen zum Wolf, auch zur Förderung von Herdenschutzmaßnahmen sind hier veröffentlicht:
https://umwelt.thueringen.de/themen/natur-artenschutz/kompetenzzentrum/wolf
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