20:55 Uhr | 29.01.2026
Peter Müller sorgt für Eklat
Bürgerinitiative übergibt Unterschriften
Bereits in der Einwohnerfragestunde der Stadtratssitzung stand der geplante Umbau der Verkehrsführung am Roßplan und in der Schmöllnschen Vorstadt im Fokus. Eine Bürgerinitiative aus sechs Personen übergab dem Oberbürgermeister insgesamt 200 Unterschriften von Anwohnern gegen den geplanten Zweispurverkehr. Die Initiative fordert zudem Flüsterasphalt statt der bisherigen Pflasterung sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.
Altenburgs Oberbürgermeister entgegnete, dass bereits vor Monaten eine Begehung der Straße mit Bürgern stattgefunden habe, an der auch der Fraktionsvorsitzende von „Pro Altenburg“, Peter Müller, teilnahm. Damals einigte man sich darauf, dass ein Zweirichtungsverkehr nur unter der Bedingung von Asphaltierung und einer Tempo-30-Zone überhaupt geprüft werde. Zudem stellte die Verwaltung klar: Es gibt derzeit keine Pläne, die Brauhausstraße dauerhaft zur Sackgasse umzufunktionieren – sie soll den Roßplan weiterhin entlasten. Lediglich für den Zeitraum der Landesgartenschau ist eine temporäre Sackgassen-Regelung vorgesehen.
Weichenstellung am Roßplan: Stadtrat beschließt Asphaltierung gegen Pflasterlärm
Der Altenburger Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung eine richtungsweisende Entscheidung für die Verkehrsgestaltung am Roßplan und im Bereich vor dem Capitol getroffen. Mit Mehrheit stimmten die Abgeordneten für einen gemeinsamen Kurs aus Unions-Initiative und ergänzenden Anträgen der Linksfraktion, um die Lebensqualität in diesem zentralen Bereich zu erhöhen.
Die CDU-Fraktion brachte den Stein ins Rollen: Das ungebundene Pflaster, das Ende der 1990er-Jahre verlegt wurde, soll zugunsten einer modernen Asphaltdecke weichen. Die Begründung ist vielschichtig. Zum einen geht es um den Lärmschutz – ein Punkt, in dem man sich mit der betroffenen Bürgerinitiative einig ist. Zum anderen haben sich die Anforderungen seit den 90er-Jahren gewandelt. Insbesondere Radfahrer und Fußgänger haben auf dem unebenen Pflaster mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. „Wir müssen dem Lärm endlich auf die Pelle rücken“, hieß es zur Begründung.
Die Fraktion Die Linke steuerte wichtige Ergänzungen bei, die ebenfalls eine Mehrheit fanden. So sollen im Zuge der Asphaltierung erhöhte Fußgängerüberwege („Plateaus“) eingebaut werden. Diese dienen nicht nur der sichereren Querung, sondern wirken auch als natürliche Geschwindigkeitsbremsen. Flankiert wird dies durch eine offizielle Festlegung auf Tempo 30 in diesem Bereich.
Entschieden widersprochen wurde der Kritik, der Umbau sei ein heimlicher Vorbote für die Einführung des Zweirichtungsverkehrs. Die CDU betonte mehrfach, dass dies aktuell nicht zur Debatte stehe. Eine solche Entscheidung könne erst geprüft werden, wenn weitere Maßnahmen des übergeordneten Verkehrskonzepts greifen.
Für einen Eklat sorgte der Auftritt von Peter Müller (Pro Altenburg). In einem Vortrag, der von vielen Stadtratsmitgliedern als wirr wahrgenommen wurde, thematisierte er den Zweirichtungsverkehr und das Verkehrskonzept für die Lindenaustraße – beides Punkte, die nicht auf der Tagesordnung standen. Da Müller trotz mehrfacher Ermahnung nicht zum eigentlichen Kern der Anträge zurückkehrte und dabei die Redezeit überzog, entzog ihm der Stadtratsvorsitzende schließlich wegen „Themenverfehlung“ das Wort.
Marstall darf kein „Lost Place“ werden: Stadt erhöht Druck auf den Landkreis
Die Zukunft des Marstalls sorgt weiterhin für politische Debatten. Die Fraktion Pro Altenburg erteilte der jüngst von Dr. Roland Kirschke in einem Interview geäußerten Befürchtung, das Gebäude könnte ein „Lost Place“ sein, eine klare Absage. Auch die Stadtverwaltung und der Oberbürgermeister betonen, dass man sich mit einem weiteren Verfall nicht abfinden werde.
Um die Rettung des historischen Gebäudes voranzutreiben, will die Stadt den Druck auf den Landkreis weiter erhöhen, welcher diesen als Verwaltungs- und Depotgebäude für das Lindenau-Museum ausbauen wollte. Laut Oberbürgermeister liege bereits eine Zusage des Landrats vor, wonach dieser der Verpflichtung des Landkreises gegenüber dem Objekt nachkommen wolle.
Dabei geht es auch um handfeste finanzielle Konsequenzen: Sollte der Landkreis der Sanierung bis Ende des Jahres 2030 nicht nachkommen, droht die Zahlung des Verkehrswertes. In diesem Fall müsste der Kreis eine Ausgleichszahlung in Höhe von 756.000 Euro an die Stadt leisten oder diese zumindest zwingend in das Gebäude investieren.
Kritik an mangelhaftem Winterdienst und Straßenreinigung
Die aktuelle Situation auf Altenburgs Straßen und Gehwegen sorgt für Unmut im Stadtrat. Mehrere Ratsmitglieder übten in der jüngsten Sitzung deutliche Kritik an der Qualität des Winterdienstes. Laut Berichten gebe es in zahlreichen Stadtgebieten erhebliche Defizite bei der Schneeräumung und Glättebekämpfung.
Anstatt einer flächendeckenden Sicherheit beklagen die Abgeordneten, dass der Winterdienst „an manchen Ecken der Stadt“ nicht zuverlässig funktioniere. Besonders kritisch wurde angemerkt, dass nicht nur die Räumung bei akutem Schneefall zu wünschen übrig lasse, sondern auch die allgemeine Straßenreinigung in den Wintermonaten faktisch zum Erliegen gekommen sei. Dies führe dazu, dass Streugut und winterlicher Schmutz die Verkehrssicherheit zusätzlich beeinträchtigen und das Stadtbild sowie die Entwässerungssysteme belasten.
Sicherheit für die Kleinsten: Forderung nach Zebrastreifen in der Münsaer Straße
Die Verkehrssicherheit im Bereich der Münsaer Straße steht erneut auf der Agenda des Stadtrats. Mehrere Fraktionen fordern gemeinsam die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs auf Höhe des Magdalenenstifts.
Ziel müsse es ein, vor allem den Weg für Eltern und Kinder des dortigen Kindergartens sowie für Besucher des Stifts sicherer zu gestalten. Bisher stellt die Querung der vielbefahrenen Straße eine Gefahrenquelle dar. Ein markierter Überweg soll hier Abhilfe schaffen und den Autofahrern die notwendige Aufmerksamkeit abverlangen. Die Stadtverwaltung habe das Thema bereits aufgegriffen. Wie es aus dem Rathaus heißt, wird die Umsetzung aktuell geprüft. Dabei besteht Einigkeit zwischen Politik und Verwaltung: Auch die Stadt sieht die Notwendigkeit einer sicheren Querungshilfe an dieser Stelle als gegeben an, um die schwächsten Verkehrsteilnehmer besser zu schützen.
Streit um Altenburgs neues Gesicht: Kritik an Kosten und „industriellem“ Design
Altenburg. Das neue Corporate Design der Stadt Altenburg sorgt für heftige Debatten im Stadtrat. Was als moderner Markenauftritt geplant war, stieß in der jüngsten Sitzung auf deutlichen Widerstand – sowohl in finanzieller als auch in ästhetischer Hinsicht. Peter Müller, Fraktionsvorsitzender von Pro Altenburg, kritisierte die Ausgaben für das neue Design. Bisher wurden rund 18.000 Euro investiert, wobei das ursprüngliche Budget mit 25.000 Euro veranschlagt war. Für Müller stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit dieser Investition in Zeiten knapper Kassen.
Altenburgs Oberbürgermeister wies die Kritik entschieden zurück. Er betonte, dass das Projekt seit dem Haushaltsbeschluss bekannt gewesen sei und die Fraktionsvorsitzenden sowie die Ausschüsse kontinuierlich über den Fortgang informiert wurden. Letztlich handle es sich um einen direkten Auftrag des Stadtrates, den die Verwaltung lediglich umgesetzt habe. Die Kritik Müllers bezeichnete das Stadtoberhaupt als eine „geplante, medial wirksame Entrüstung“ für die Öffentlichkeit, da die Fakten intern längst transparent waren.
Neben den Kosten stand vor allem das Ergebnis der Gestaltung in der Schusslinie. Mehrere Stadtratsmitglieder bemängelten, dass das Alleinstellungsmerkmal Altenburgs – das Thema „Skatstadt“ – im neuen Logo und Design völlig untergehe. Das Erscheinungsbild wirke zudem „viel zu industriell“ und lasse die historische Identität der Residenzstadt vermissen. Eine Abgeordnete stufte das Design als „akzeptabel“ ein. Letztlich sieht die Mehrheit einen frischen Auftritt der Stadt mit dem neuen Design.
Chance für Skatbank-Arena
Die Stadt Altenburg bewirbt sich um Bundes- und Landesfördermittel, um die Skatbank-Arena sowie das umliegende Areal umfassend zu sanieren. Durch die Kombination der „Sportmillionen“ des Bundes mit Landesgeldern winkt eine Förderquote von bis zu 90 Prozent. Obwohl ursprünglich keine Planung für das Projekt vorlag, entwickelte die Stadtverwaltung kurzfristig ein Konzept, um die Chance auf die Millionen nicht zu verpassen. Der Stadtrat stimmte dem Vorhaben nun offiziell zu und gab damit den Startschuss für das Bewerbungsverfahren. Bei einer Zusage könnte das Stadionareal eine der bedeutendsten Aufwertungen der letzten Jahrzehnte erfahren.
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