09:43 Uhr | 12.06.2025
Der Theaterjugendklub MASKENfabrik bringt Max Frischs Klassiker auf die Bühne
Mit Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ zeigt der Theaterjugendklub MASKENfabrik am Sonntag, den 15. Juni um 18:00 Uhr ein Stück, das aktueller kaum sein könnte. In einer neuen Fassung bringen 20 Jugendliche im Alter zwischen 11 und 21 Jahren eindrucksvoll auf die Bühne, wie leicht Ignoranz, Feigheit und falsche Rücksichtnahme zur Katastrophe führen können.
Der Schweizer Dramatiker Max Frisch veröffentlichte das Stück 1958 – doch der Blick auf Mitläufertum und den schleichenden Verlust von Haltung wirkt heute aktueller denn je. Ob es um Rechtsextremismus, Antisemitismus, Kriegsangst oder soziale Unsicherheit geht – Frischs Parabel zeigt eindrücklich, was geschieht, wenn Menschen lieber wegsehen, anstatt Verantwortung zu übernehmen.
Regie führen Schauspieler Valentino Fortuzzi und Theaterpädagogin Alexandra Emig. Seit Herbst 2024 haben sich die Jugendlichen intensiv mit dem Stoff auseinandergesetzt.
Macht, Moral und Manipulation – „Arturo Ui“ auf der Bühne des Theaterzelts Altenburg
Im Chicago der 1930er Jahre steht der Absatz des Karfiol-Trusts kurz vor dem Zusammenbruch – und mit ihm das Vertrauen in Politik, Wirtschaft und Moral. Inmitten dieser Krise versetzt uns Bertolt Brecht mit „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“. Das ursprünglich von ihm als Historienfarce begriffene Schauspiel ist eine bitterböse Posse auf die Verführbarkeit der Massen und den Aufstieg des Totalitären. Das Stück ist zum letzten Mal in dieser Spielzeit am Freitag, den 13. Juni um 19:30 Uhr im Theaterzelt Altenburg zu erleben. Eine Einführung findet eine halbe Stunde vor Vorstellungbeginn statt.
Der skrupellose Gangster Arturo Ui nutzt den wirtschaftlichen Einbruch des Karfiol-Trusts, um sich mit Erpressung, Gewalt und Manipulation eine Machtposition im Gemüsehandel zu sichern. Während sich Politik und Wirtschaft in korrupte Verstrickungen begeben, marschiert Ui unaufhaltsam Richtung Diktatur – unterstützt durch Angst, Propaganda und einen beunruhigend wirksamen Populismus. Brecht, der das Stück 1941 im finnischen Exil schrieb, verlegt den Aufstieg Uis in die amerikanische Prohibitionszeit und zieht Parallelen zur Karriere Al Capones und Adolf Hitlers – eine Parabel von erschreckender Aktualität.
Infos und Karten an den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de
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