09:49 Uhr | 10.09.2021
Die Stadt Gößnitz im östlichsten Zipfel des heutigen Freistaates Thüringen war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein kleiner Marktflecken. Ab 1841 kam es zu fundamentalen Änderungen: Gößnitz wurde schrittweise zum Eisenbahn knotenpunkt, beginnend mit dem Anschluss an die von Leipzig nach Zwickau und weiter nach Bayern führende Strecke. Das Ackerbürgerstädtchen verwandelte sich in einen bedeutenden Industriestandort, dessen Bevölkerungszahl im gleichen Zuge stark anstieg. Dieser rasante Aufschwung prägte die Stadt über viele Jahrzehnte hinweg bis weit ins 20. Jahrhundert hinein.
In der unmittelbaren Umgebung des Bahnhofs fanden gleich mehrere große Unternehmen ihren Standort, darunter die vor allem mit Pumpenbau bekannt gewordenen Apollo-Werke der Familie Allendorf – 1863 gegründet und damit der erste metallverarbeitende Betrieb der Stadt –, die Traktorenwerke Pöhl sowie das Stahlgusswerk Nestmann. In den 1920er Jahren beschäftigten diese drei Unternehmen zusammen etwa 1000 Mitarbeiter.
Im vorliegenden Buch wird die spannende und wechselvolle Geschichte dieser drei prägenden Betriebe in Gößnitz über anderthalb Jahrhunderte hinweg dokumentiert. Eine reiche Bebilderung ermöglicht Einblicke in ein hochinteressantes Kapi tel mitteldeutscher Industriegeschichte.
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