Altenburg, 27.09.2021 14:53 Uhr

Regionales

13:10 Uhr | 26.07.2021

Projektwoche zum jüdischen Leben

Im Rahmen des Themenjahres „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ haben Altenburger Schülerinnen und Schüler während einer Projektwoche vom 19. bis 22. Juli am Lindenau-Museum Altenburg an abwechslungsreichen Workshops zum jüdischen Leben in Altenburg teilgenommen. Dabei wurde auch zur Herkunft einzelner Kunstwerke im Lindenau-Museum gearbeitet. 

 

Der Beginn der Projektwoche am Lindenau-Museum stand ganz im Zeichen der Provenienzforschung am Lindenau-Museum. Zusammen mit der Kunsthistorikerin Sarah Kinzel haben sich 15 bis 17-jährige Schülerinnen und Schüler des Friedrichgymnasiums unter dem Titel „Zwischen Verdacht und Gewissheit – Werke aus jüdischem Besitz im Lindenau-Museum Altenburg“ drei Kunstwerken aus dem Bestand des Kunstmuseums gewidmet. Mit viel Interesse an der Geschichte der drei Gemälde und eigenen Recherchen haben sie so ein vollkommen unbekanntes Arbeitsgebiet aus dem Museumsalltag kennengelernt. 

 

Die Klasse 9a des Christlichen Spalatin-Gymnasiums Altenburg hat von Dienstag bis Donnerstag den Spuren jüdischen Lebens in Altenburg selbst nachgespürt. Nach einem Stadtrundgang mit Christian Repkewitz an mehrere historisch bedeutsame Orte haben die Schülerinnen und Schüler in drei verschiedenen Workshops gearbeitet. Während im ehemaligen Schuhgeschäft der Familie Cohn in der Johannisstraße 35 Radierungen angefertigt wurden, beschäftigte sich eine weitere Gruppe mit der im Jahr 2020 verstorbenen jüdischen Künstlerin Edith Altman. Sie stammte ursprünglich aus Altenburg und ist 1938 vor den Nationalsozialisten in die Vereinigten Staaten geflohen, wo sie bis zuletzt lebte. Ihr zu Ehren wurde in der Friedrich-Ebert-Straße 10 eine Installation angefertigt. Die dritte Schülergruppe wirkte ebenfalls an historischer Stätte: In der Pauritzer Straße, wo sich einst der jüdische Betsaal befand, wurde eine Art Laubhütte errichtet. In Anlehnung zu Orten der Zuflucht und Gemeinschaft lädt sie zum Aufenthalt ein. Im Inneren sind Frottagen, Skizzen und Überlegungen zu den Themen „Zuhause“ und „Zuflucht“ zu sehen und zu lesen.

Zum Abschluss der Projekttage stellten alle Beteiligten ihre Ergebnisse bei einem Rundgang vor. Die drei Orte laden bis zum 30. Juli 2021 zu einem Besuch ein.

 

Das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ wurde 2020 von der Thüringer Staatskanzlei und der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen ausgerufen. In zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen unterschiedlichster Akteure in ganz Thüringen wird der Geschichte des jüdischen Lebens in Thüringen gedacht. Dabei soll der Blick besonders auf die bereichernden Einflüsse der jüdischen Kultur in allen Zeiten gerichtet werden.  

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