13:40 Uhr | 30.12.2020
Klinikum impft Mitarbeiter
Die Krankenhäuser gehören in Thüringen zu den ersten Einrichtungen, die den Covid-19-Impfstoff der Firma BioNTech/Pfizer erhalten. „Die Mitarbeiter des Klinikums sind aufgrund ihrer Berufstätigkeit einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren. Daher ist der Bedarf an Impfstoff hier sehr dringlich.“ erklärt der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Jörg Berrouschot. Gemeinsam mit dem Corona-Stab des Klinikums bereitete man sich in den letzten Tagen auf das Eintreffen des Impfstoffes vor und organisierte die Impftermine. Im Klinikum wurde eine Impfstation eingerichtet. Die Impfung selbst führt ein Arzt des Klinikums durch, unterstützt von einer Pflegefachkraft sowie einem für die Administration zuständigen Mitarbeiter. Die Impfung wird in den Impfausweis eingetragen.
Das Klinikum Altenburger Land erhielt am Nachmittag des Dienstags, 29. Dezember 2020, die ersten Impfdosen. Die Lieferung erfolgte auf Trockeneis. Der Impfstoff muss bei – 75 Grad Celsius aufbewahrt werden. Es handelt sich um den Covid-Impfstoff der Firma BioNTech/Pfizer, einen mRNA-Impfstoff. Für einen ausreichenden Impfschutz muss der Impfstoff zweimal im Abstand von 21 Tagen verabreicht werden.
Da der Impfstoff momentan begrenzt zur Verfügung steht, musste eine Einordnung der impfbereiten Mitarbeiter nach Dringlichkeit vorgenommen werden. „Das Personal mit direktem und häufigem Patientenkontakt, wie zum Beispiel in der Notaufnahme, auf den Intensiv- und Coronastationen, gehört zur ersten Priorität“ so Prof. Berrouschot. Noch am gestrigen Nachmittag wurden bereits 60 Ärzte, Pflegekräfte, Mitarbeiter der Reinigung und weitere innerhalb der Gruppe mit der höchsten Dringlichkeit geimpft. Die Impfungen werden heute und morgen fortgesetzt. Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, können auch die Mitarbeiter anderer Bereiche geimpft werden. Als erster Mitarbeiter im Klinikum wurde Dr. Wolfgang Strauß, Chefarzt der Klinik für Kardiologie , internistische Intensivmedizin und Pneumologie , geimpft. Seit vielen Wochen kümmert er sich gemeinsam mit seinen Kollegen um die COVID-19-Patienten auf Intensiv- und Normalstationen.
Dr. Strauß befürwortet die Corona-Impfung als großen medizinischen Fortschritt: „Es sind die Impfungen, die die Menschheit heute vor Epidemien und Pandemien bewahren können. Impfungen gehören zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen für unsere Gesundheit und erscheinen für mich aktuell alternativlos“.
Hintergrund
Der Impfstoff wird intramuskulär in den Oberarm injiziert. Der ausreichende Impfschutz beginnt 7 Tage nach der 2. Impfung. Da der Schutz nicht sofort nach der Impfung einsetzt, ist es trotz Impfung notwendig, sich und die Umgebung zu schützen, indem die AHA + A + L-Regeln eingehalten werden.
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