15:42 Uhr | 19.12.2019
Das Lindenau-Museum biegt auf die Zielgerade ein. Nur noch wenige Tage hat das Haus an der Gabelentzstraße geöffnet. Am 2. Januar 2020 werden die Museumstüren für mehrere Jahre geschlossen, die Sammlungen ziehen um ins Interim und alles wird für den Start der Sanierungsarbeiten vorbereitet.
Bis dahin gibt es aber an den Tagen vor und nach Weihnachten noch einiges zu sehen und zu erleben. Allein drei Sonderausstellungen laden zum Besuch ein.
Mit der Ausstellung „herman de vries – all all all“ präsentiert das Lindenau-Museum den Gerhard-Altenbourg-Preisträger 2019, herman de vries. Mit seinen originellen Arbeiten holt der Künstler die Natur in den Ausstellungsraum, aber auch im Schlosspark finden sich Werke des Niederländers. Zu den beliebtesten Kunstwerken gehört ein großer Kreis aus Rosenknospen, die die das Museum mit ihrem betörenden Duft erfüllen.
„Mit den Waffen einer Frau“ stellt in Plastik, Grafik und auf antiken Vasen „Furchtlose Frauengestalten der Antike“ und ihre Schicksale vor.
„Altenburg und die Welt“ thematisiert schließlich als Teil der Humboldt-Ausstellungsserie im Altenburger Land die berühmte Reise Alexander von Humboldts nach Südamerika. Neben Impressionen von den exotischen Schauplätzen der Expedition Humboldts wie der berühmten Darstellung des Chimborazo sind auch seltene südamerikanische Tierpräparate wie ein Brüllaffe und ein Riesenalbatros zu bewundern.
Einer schönen Tradition folgend wird es auch in diesem Jahr am ersten Weihnachtsfeiertag um 15 Uhr eine Führung in der Sammlung „Frühe italienische Malerei“ mit Angelika Forster geben. Die kostbaren kleinen Tafeln, mit ihren anrührenden Bilderzählungen aus der Weihnachtszeit, die im 14. und 15. Jahrhundert von italienischen Meistern geschaffen wurden, stehen an diesem Nachmittag im Fokus. Und da dies eine
Abschiedsführung sein wird, wird die Kunstvermittlerin auch ihre Lieblingstafeln vorstellen.
Eine Familienführung am 27. Dezember um 15 Uhr lädt alle kleinen und großen Leute ein, die unglaublichsten und spannendsten Exponate im Lindenau-Museum mit Taschenlampe und Lupe zu erforschen. Und weil bestimmt jeder schon immer einmal ausprobieren wollte, wie man mit allerlei Gewürzen bunte Grußkarten zum neuen Jahr zaubert, wird die Kunstpädagogin Jacqueline Glück im Anschluss an die Entdeckertour durch die Ausstellungen zum kreativen Arbeiten einladen.
Am Sonntag, dem 29. Dezember, um 15 Uhr, findet die letzte Führung in der Ausstellung „humboldt4. – Altenburg und die Welt“ statt. Sabine Hofmann spricht nicht nur über das besondere Verhältnis Alexander von Humboldts zu Bernhard August von Lindenau, sondern auch über die künstlerischen Spuren des Humboldtschen Werkes im Lindenau-Museum. Neben Erstausgaben der Werke Humboldts stellt sie kostbare Grafiken aus bedeutenden Reisewerken des 18. und 19. Jahrhundert vor.
Am Neujahrstag öffnet das Lindenau-Museum seine Pforten um
14 Uhr. Um 15 Uhr findet die traditionelle Neujahrsführung mit Direktor Roland Krischke statt, die diesmal aber auch eine Abschiedsführung ist. Denn am 2. Januar 2020 schließt das Lindenau-Museum wegen der bevorstehenden Sanierung.
Mit der Zeile „Still ist´s im Museumssaal“ aus einem Gedicht von Joachim Ringelnatz als Titel begibt sich Roland Krischke mit ausgeschlafenen Besuchern auf einen Rundgang zu den Exponaten. In gewohnter Weise wird diese Neujahrsführung des Museumsdirektors nicht streng wissenschaftlich sein, sondern eher ungewöhnliche Zusammenhänge eröffnen. Vorgestellt werden ausgewählte Exponate und Details der Architektur des prachtvollen Museumsbaus von 1876. Das Grundthema des Rundgangs wird natürlich „Abschied“ sein, aber es wird auch der eine oder andere Blick auf das geworfen, was Architekten und Museumsteam hinter den Kulissen für die Zeit nach der Neueröffnung vorbereiten.
Öffnungszeiten:
23. und 24. und 30. und 31. Dezember geschlossen,
25. bis 29. Dezember von 10 bis 18 Uhr geöffnet,
1. Januar 2020 von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
ab 2. Januar 2020 geschlossen
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