16:05 Uhr | 01.02.2018
Vom Tellerwäscher zum Millionär – die Erfüllung dieses Klischees dürfte für die allermeisten ein Wunschtraum bleiben. Aber aus Versehen ein paar Millionen gewinnen? Das ist schon viel einfacher, wie ein aktuelles Beispiel aus Bayern beweist.
Mehr geht einfach nicht! Mit 90 Millionen Euro ist der Eurojackpot an diesem Wochenende prall gefüllt. Was ließe sich mit diesem Geld nicht alles anstellen? Dem BVB endlich wieder einen motivierten Mittelstürmer kaufen. Oder dem HSV gleich eine komplett neue Mannschaft. Zu den ersten zählen, die sich einen Flug ins All gönnen. Oder einfach dorthin umziehen, wo ganzjährig Sommer herrscht und wir den Eiskratzer fürs Auto endlich in die Tonne hauen können. Der Haken an der Sache: Das Glück lässt sich einfach nicht erzwingen. Vielleicht ist es sogar die bessere Strategie, wenn wir uns die Millionen nicht allzu sehr herbeisehnen – sondern einfach alles dem puren Zufall überlassen.
So erging es jetzt einer 70-jähringen Frau aus Oberfranken. Eigentlich wollte sie mit ihren Glückszahlen bei LOTTO 6aus49 am Samstag mitspielen, aus Versehen gab sie jedoch ihren Tipp für die Mittwochsziehung ab. Das Resultat: sechs Richtige und 1,9 Millionen Euro. Jetzt plant die überglückliche Gewinnerin mit ihrem Ehemann eine Karibikkreuzfahrt. Eine gewisse Portion Schusseligkeit kann sich also buchstäblich auszahlen. Die Kinder und Enkel der frischgebackenen Millionärin dürfen sich freuen: Denn diese Form der Unkonzentriertheit liegt uns zu einem gewissen Anteil in den Genen und ist sogar erblich, wie Psychologen der Universität Bonn herausgefunden haben.
Falls Sie sich schnell mal ablenken lassen und immer wieder Kleinigkeiten vergessen, könnte es also am Gen DRD2 liegen. Wer weiß, vielleicht knacken auch Sie eines Tages aus Versehen den Jackpot? Nur eines sollten Sie keinesfalls vergessen – Ihren Eurojackpot-Tipp bis spätestens Freitag abzugeben. Sonst wird das nämlich nichts mit den Schusseligkeits-Millionen.
Gastbeitrag Spiegel online
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