14:17 Uhr | 19.01.2026
Schmölln - Während viele Jugendliche ihre Abschlussarbeiten am Schreibtisch verbringen, zog es drei Zehntklässlerinnen der Regelschule am Eichberg hinaus in die Natur – und hoch hinaus auf den Kirchturm. Anne Dietrich, Greta Stein und Zoe Gentsch haben ihren Schulabschluss mit einem Herzensprojekt für den Artenschutz verknüpft. Die Schleiereule gilt als einer der elegantesten, aber auch am stärksten bedrohten Kulturfolger unserer Region. Intensivierung der Landwirtschaft und der Verlust von Nistplätzen machen dem nächtlichen Jäger zu schaffen. Genau hier setzten Anne Dietrich, Greta Stein und Zoe Gentsch an. Für ihre Projektarbeit im Rahmen des Realschulabschlusses wählten sie nicht nur ein theoretisches Thema, sondern packten aktiv mit an.
Vom Wissen zum Handeln
Den Anstoß für das Projekt gab ein Treffen mit den Experten des NABU Altenburger Land. Lutz Köhler und Christoph Schmidt führten die Schülerinnen in die Biologie und die Gefährdung der Schleiereule ein. „Besonders beeindruckt hat uns die Möglichkeit, einen konkreten Beitrag zum Artenschutz leisten zu können“, erklären die Schülerinnen.
Die Theorie wurde schnell zur Praxis: Gleich zwei spezialisierte Schleiereulenkästen zimmerten die drei jungen Frauen. Während ein Exemplar als Anschauungsobjekt für die Prüfung in der Schule dient, wurde der zweite Kasten für seinen Bestimmungsort vorbereitet – die Nikolaikirche in Windischleuba.
Montage in schwindelerregender Höhe
Am 2. Januar 2026 war es schließlich so weit. Unterstützt von Lutz Köhler (NABU) und der pensionierten Pastorin Frau Schenk, die den Zugang zur Kirche ermöglichte, installierten die Schülerinnen das neue Quartier. Es ist ein bedeutender Moment für den lokalen Naturschutz: „Wir hoffen sehr, dass der Kasten in naher Zukunft von einer Schleiereule angenommen wird“, so die Mädchen. Doch das Projekt endet nicht mit der Montage. Für Anne, Greta und Zoe ist Aufklärung ein entscheidender Schlüssel. Nur wer die Lebensweise dieser Tiere versteht, ist auch bereit, sie zu schützen. Mit ihrer Arbeit möchten sie zeigen, dass auch kleine Initiativen eine große Wirkung für die Artenvielfalt in der Heimat haben können.
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