00:00 Uhr | 07.02.2010
Sonderausstellung im Schloss-und Spielkartenmuseum
"Mit Gunst Gesellen, für die Kunst – Die Altenburger Kunsthütte 1919 – 1933“ ist der Titel der ersten Sonderausstellung des Schloss- und Spielkartenmuseums in diesem Jahr. Die Eröffnung, zu der herzlich eingeladen wird, findet am Sonntag, 7. Februar, um 11 Uhr im Bachsaal des Schlosses statt.Vor 90 Jahren, es war die Zeit nach dem 1. Weltkrieg, gründete der Altenburger Bildhauer, Kunstmaler und Grafiker Otto Pech (Pix) eine Künstlergemeinschaft unter dem Namen „Altenburger Kunsthütte“ (A-Ku-Hü). Es ging Pix darum, für alle in Altenburg ansässigen Künstler ein geistiges Zentrum zu schaffen ohne Ansehen des Namens, Ranges und der gesellschaftlichen Stellung. Es gelang ihm, Schauspieler, Musiker, Bildhauer, Kunstmaler, Grafiker und Literaten unter „einen Hut“ – einer Hütte im Sinne von „behütet/geschützt“ – zu bringen. Und in der Tat spielen Hut, Hütte, Licht, Namen, mittelalterliche Bräuche und Riten eine wichtige Rolle bei den wöchentlichen Treffen der Vereinsmitglieder. Es war eine lustige Gesellschaft, deren oberste Prinzipien gegenseitige Achtung, Solidarität und Hilfe waren. Und bei allem achtete Hüttemeister Pix immer auf den guten Ton. Ein geselliges Vereinsleben mit viel Humor machte „Ernst im Scherz und Herz im Ernst“ zu einem Leitmotiv des Vereins. Aber die Zeiten waren schlecht. Auswirkungen des 1. Weltkrieges, Inflation und Not bestimmten das Leben.
Ungewissheit und Angst gingen um und kennzeichnen die Verhältnisse in der Weimarer Republik. Otto Pech sah die soziale Not, insbesondere für Künstlerfamilien, geradezu visionär voraus. So kam es zu finanziellen und materiellen Unterstützungen in Krisenzeiten, wenn Engagements und Gagen ausblieben. Die gewährten Hilfen und ein großes Maß an Mitbestimmung und Humor machten die Altenburger Kunsthütte zu einem demokratischen, sozialen und freundschaftlichen Verein bis zu ihrem Ende 1933. Die Altenburger Kunsthütte, geformt durch die Persönlichkeit Otto Pechs, beeinflusste die Kultur und damit das gesellschaftliche Leben Altenburgs auf ihre Weise. Wie dies geschah, zeigen zahlreiche Originaldokumente und Zeichnungen in der Ausstellung. In acht Protokollbänden verschmelzen Wort und Bild zu einer wunderbaren, humorvollen Einheit und lassen uns die Vielfältigkeit, aber auch den Zusammenhalt in der Altenburger Kunsthütte erkennen. Diese Ausstellung im Schloss und Spielkartenmuseum ist ein Vergnügen und sollte mit Zeit und Ruhe angesehen werden. Die Eröffnung findet wie erwähnt am 7. Februar 2010 um 11 Uhr im Bachsaal statt. Danach kann die Kabinettausstellung zu den regulären Öffnungszeiten dienstags bis sonntags von 9.30 bis 17 Uhr besichtigt werden, letzter Einlass ist 16.30 Uhr. Bis bald und ein dreifaches: „A-Ku-Hü“ im Residenzschloss.
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