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Regionales

11:52 Uhr | 04.09.2023

Altenburger lebt für ein Jahr in Triest

Altenburg. Corona unterbrach das Schüler-Austausch-Programm, doch jetzt lebt es im Altenburger Land wieder auf. In diesem Jahr ist es Ludwig Börngen, der sich von Altenburg aus in die Welt aufmacht. Von zwei seiner Schwestern kennt er das Rotary-Programm und weiß, dass Aufenthalte auf allen Kontinenten der Welt möglich sind. Eine flog nach Argentinien, die andere in die USA. Ludwig fährt mit dem Zug. Er wird ein Jahr lang in Triest die Kultur, Sprache, das Leben der Italiener kennenlernen – hautnah in einer Gastfamilie. Danach wird der dann 17-Jährige in der Schule ein Jahr zurückgestellt in die 11. Klasse. Sprachbarriere überwinden und feste Regeln Ludwigs Zimmer daheim ist nun das Zuhause für Juan Manuel Ramirez aus Pereira (Kolumbien). Die ersten Schritte des 16-Jährigen Kolumbianers in der Skatstadt sind schwer, vor allem wegen der Sprachbarriere. Im Spalatin-Gymnasium sprechen die Mitschüler englisch mit ihm. „Manchmal zu schnell“, sagt Juan.


Die Gastfamilie hat ihn herzlich aufgenommen, jedoch wird Juan noch weitere Altenburger Familien kennenlernen. „Ein rotarisches Austauschjahr ist keine Sprachreise, sondern kultureller Austausch“, erklärt Constanze Köhler, Jugenddienstbeauftragte des Rotary Clubs Altenburg. Dafür könne sich jeder aus dem Altenburger Land im Alter zwischen 16 und 18 Jahren bewerben, sagt sie. Der Auswahl gehen Tests voraus zu Landeskunde und Rotary. Wichtig zu wissen ist, dass alle Teilnehmer sechs Regeln unterliegen: Keine Drogen, kein Alkohol, kein Sex, kein Dating, keine Tattoos, kein Rauchen. Für Juan gelte noch eine siebte: „No Disco“, sagt er.

 

Wer für ein Jahr ins Ausland geht, darf Landeswünsche äußern. Rotary bringt die Länder zusammen, die austauschen wollen. Die Familien, die ihr Kind auf diesen Weg bringen, sind im besten Falle selbst Gastfamilien. Nur so kann ein weltweites Netz gespannt werden. Es brachte Altenburger schon nach Argentinien, Japan, Simbabwe. Die Kosten für ein Jahr Aufenthalt liegen bei etwa 2000 Euro, abhängig vom Land. Die Gastfamilie zahlt Unterkunft und Essen.

 

Ein Grundanliegen von Rotary ist, dass auch Jugendliche aus sozial-schwachen Familien die Chance zum Austausch erhalten. Wenn Not am Geld ist, springe der Club auch schon mal zur Seite, sagt die Jugenddienstbeauftragte des Rotary Clubs Altenburg, Constanze Köhler. Für die nächste Austauschrunde kann man sich bis Ende Juli 2024 bewerben. Sommercamp für benachteiligte Kinder Ausbauen wollen die Rotarier das Angebot, Kinder aus sozial schwachen Familien ins so genannte KidsCamp zu schicken. Abenteuer Zelt, heißt es dann und ist für die Familien kostenlos - weg vom Alltag mit einer Patenschaft des Rotary Clubs Altenburg. Fünf Tage voller Spaß und Spiel verbringt gerade ein Mädchen aus Altenburg in einem dieser top-ausgestatteten Camps. „Wir würden gern zwei oder drei Kinder, die es brauchen, in die Abenteuerwelt des Sommercamps schicken“, so Köhler. Die Möglichkeit müsse sich einfach mehr herumsprechen.

 


Infos über https://www.rotary-distrikt-1950.de/index.php/dienste/jugenddienst

 


Kontakt über https://altenburg.rotary.de

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