16:46 Uhr | 07.09.2022
Kino verbindet! Unter diesem Motto feierte am 3. September das spots.Bündnis Altenburg ein Filmfest für Demokratie und Toleranz im Alteburger Hofsalon. Spots. ist ein bundesweites Projekt der Deutschen Filmakademie, das als ersten Thüringer Standort Altenburg ins Boot geholt hat. In buntes Licht gehüllt erstrahlte der runde Platz der Brüderkirche. Gabriela Zorn, die künstlerische Leiterin und Julia Forgacs, eine der beiden Projektkoordinatorinnen von spots.- Bündnisse für Filmkultur, Jugend und Demokratie, waren extra aus Berlin angereist, um mit den Jugendlichen aus Altenburg ihre erste Filmpremiere zu feiern. Doch bevor der rote Teppich ausgerollt wurde, gab es ein buntes Programm mit der Farbküche und dem mobilen Spielecafé. Die BesucherInnen konnten sich an einem kleinen Quiz versuchen und Spiele zum Thema Toleranz, Vorurteile und Stereotype ausprobieren. Jugendliche des Fack e.V. haben im Vorfeld ein Projekt gestartet, anonym Diskriminierungserfahrungen gesammelt und an diesem Abend ausgestellt. Dies zeigt, wie wichtig es nach wie vor ist, sich gegen Diskriminierung und für ein offenes Miteinander einzusetzen.
Mit diesem Thema beschäftigten sich auch die Jugendlichen, die das Programm für diesen Abend gestalteten. Nach der feierlichen Eröffnung durch Julia Forgacs und Julia Ehrhardt, die das Projekt in Altenburg koordinierte, waren vier Kurzfilme zu
sehen, die im Rahmen einer Programmwerkstatt von Jugendlichen kuratiert und einzeln vorgestellt wurden. Die Filme setzten sich ganz unterschiedlich mit Themen wie Alltagsrassismus, Antisemitismus, Stereotype aber auch mit der Pubertät auseinander. Teils ernsthaft, teils radikal, aber auch humorvoll regten sie zum Nachdenken und zum gemeinsamen Austausch an.
Besonderes Highlight des Abends war die Premiere der drei Kurzfilme, die neun Jugendliche in den vergangenen Monaten selbst gedreht hatten. Unterstützung bei der filmischen Umsetzung erhielten Sie dabei von Mike Langer (GML Mediengesellschaft mbH) Anna Fricke (Theater Altenburg-Gera) und Julia Ehrhardt. Bis zur letzten Minute wurde an den Produktionen gearbeitet, damit die Filme dem Publikum zum ersten Mal präsentiert werden konnten. Mit großem Applaus honorierte das Publikum die Leistung der Jugendlichen. „Ich bin beeindruckt, wieviel Kreativität in den Jugendlichen steckt und wie mutig sie sind, ihre zum Teil sehr persönlichen Geschichten zu erzählen.“ stellte Julia Ehrhardt fest. Und noch etwas ganz Besonders erwartete die BesucherInnen an diesem Abend. Alle Filme wurden mit einem Fahrradkino gezeigt, bei dem der Strom gemeinsam erradelt wurde. So waren insgesamt acht Fahrräder auf speziellen Ständern zwei Stunden lang in Bewegung und das Publikum wurde immer wieder aufgefordert die fleißigen Radfahrer vom ADFC Ostthüringen-Gera zu unterstützen und abzulösen.
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