00:00 Uhr | 17.11.2009
Arealbebauung möglicherweise gestorben
Geht man nach internen Informationen, so könnte das gesamte Vorhaben der Bebauung des Areals am Topfmarkt in Altenburg am Donnerstag komplett beerdigt werden. Nach aktuellen Informationen scheint es im Stadtrat keine Mehrheit für den, von der Städtischen Wohnungsgesellschaft beantragten, vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu geben. Speziell die CDU-Fraktion macht gegen den Vorschlag der Verwaltung mobil.
Damit zeigt der Stadtrat erneut eine Unlust sich zu entscheiden. So wolle man zwar eine Bebauung des Areals, aber man möchte auch den Protest einiger Denkmalschützer berücksichtigen, die gegen den Abriß eines denkmalgeschützten Gebäudes protestieren. Und so will sich offenbar die Mehrheit des Gremiums in einen allgemeinen Bebauungsplan flüchten für dessen Kosten dann, anstelle der SWG, der Steuerzahler aufkommen müßte. Dieser Bebauungsplan schützt aber das angeblich historische Gebäude keineswegs vor dem Abriß. Lediglich wird die Entscheidung erneut in die Zukunft verschoben. Immerhin schloß auch CDU-Fraktionschef Peter Müller einen Abriß nie aus, wünschte sich allerdings in diesem Falle eine modernere Bebauung.
Ob vor diesem Hintergrund die SWG als derzeit einziger Investor weiter an dem Vorhaben festhält ist unklar. Damit wäre der vierte Anlauf das zentrale Areal zu bebauen ebenfalls gescheitert.
Sichtlich beeindruckt zeigten sich einige Stadtratsmitglieder von einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Autor des Artikels, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Leipzig, wirft der Stadtverwaltung die Verstümmelung des Marktes vor. Allerdings läßt er in seinem Beitrag die Position der Verwaltung oder der Städtischen Wohnungsgesellschaft komplett außen vor, auch verschweigt er eine Bürgerintiative, welche sich für die umgehende Umsetzung des Projektes der SWG einsetzt.
Ob sich die Statdratsmitglieder von der Meinung der eigenen Bürger der Stadt ebenso beeindrucken lassen, scheint derzeit allerdings fraglich. Die Bürgerinitiative will in dieser Woche eine Unterschriftenliste pro Bebauung vorstellen, welche nach Angaben der Initiative, auf große Resonanz gestoßen sei.
Die nächste Stadtratssitzung findet am Donnerstag, 19. November, im Ratssaal des Rathauses statt.
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