09:52 Uhr | 24.04.2020
Altenburg. Am kommenden Montag (27. April 2020) startet auch im Altenburger Land der Schulbetrieb wieder – vorerst, wie vom Thüringer Kultusminister festgelegt – nur für die Abiturienten. Am 4. Mai dann ziehen auch die Abschlussklassen (Hauptschulabschluss, Regelschulabschluss, Besondere Leistungsfeststellung, Abschluss Berufsschulklassen) nach. Um für die Schüler und Pädagogen und schließlich auch für deren familiäres Umfeld das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus zu minimieren, hat die Kreisverwaltung – hierbei involviert waren hauptsächlich der Fachdienst Schulverwaltung sowie Amtsarzt Professor Stefan Dhein - einen Hygieneplan für die Schulen in Trägerschaft des Landkreises erarbeitet.
In diesem Plan, der den Schulleitungen vorliegt, wurden folgende Maßnahmen getroffen:
Da im Öffentlichen Personennahverkehr das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung wie von der Thüringer Landesregierung verordnet ab Freitag dieser Woche Pflicht ist, sind diese Masken auch von den Schülerinnen und Schülern im Schulbusverkehr zu tragen. Daher sind Eltern angehalten, ihre Schulkinder schnellstmöglich mit einer solchen Maske auszustatten. Am Montagmorgen werden die Busfahrer in den Schulbussen einfache und nicht über einen längeren Zeitraum hinweg benutzbare Papiermasken bereithalten und gegebenenfalls an (ausschließlich) Schülerinnen und Schüler ohne Mund- und Nasenbedeckung ausgeben.
Jede Schule in Trägerschaft des Landkreises wird (beginnend mit den Gymnasien) mit einem Infrarot-Fieberthermometer (Temperaturmessung an der Stirn) ausgestattet. Vor Betreten des Schulgebäudes, einzeln und mit zwei Meter Abstand zur nächsten Person, wird bei jedem Schüler, jedem Lehrer, jedem Mitarbeiter (z.B. Schulsekretärin) täglich die Körpertemperatur gemessen. Personen mit erhöhter Körpertemperatur über 37,3 Grad Celcius erhalten keinen Zutritt zum Schulgebäude, werden namentlich erfasst, unverzüglich nach Hause geschickt, um gegebenenfalls einen Arzt zu konsultieren. Das Fiebermessen werden die Schulleitung, die Schulsachbearbeiter und die Schulhausmeister übernehmen.
Die Lehrkräfte haben sich täglich nach dem Befinden der Schüler (und die Schulleitung nach dem Befinden der Lehrkräfte) zu erkundigen. Alle Personen müssen einzeln ins Schulhaus eintreten. Dafür werden entsprechende Abstandsmarkierungen unmittelbar vorm Eingang aufgezeichnet. Alle Schüler und Lehrer haben als erstes nach Betreten des Schulhauses die Hände mit Seife zu waschen. Plakate an allen Eingängen weisen darauf hin.
In den Schulen stehen Seife, Papierhandtücher und Desinfektionsmittel zur Verfügung. Elektrische Handtrockner, die für Luftverwirbelung sorgen, werden in den Sanitärbereichen abgebaut bzw. außer Betrieb gesetzt.
Im Schulhaus und auf dem Pausenhof haben alle Personen den Mindestabstand einzuhalten. Die Husten- und Niesetikette ist ebenso einzuhalten.
Am Ende eines jeden Schultages erfolgt eine prinzipielle Reinigung inklusiveDesinfektion der Handläufe, Schultische, Türklinken etc. durch die Reinigungsfirmen. Nach Ende einer jeden Pause sind die Schulsachbearbeiterinnen und Hausmeister angehalten, Türklinken, Treppenhandläufe und Armaturen der WC-Anlagen zusätzlich zu reinigen.
In den Unterrichtsräumen wird jeder Tisch mit nur einem Stuhl versehen. Die Tische werden so angeordnet, dass ein ausreichender Abstand entsteht. Jeder Schüler bekommt seinen Unterrichtstisch zugewiesen. Die Pädagogen kümmern sich um den Sitzplan. Je nach Größe des Klassenraumes sollen nur etwa 10 bis 12 Tische in einem Klassenzimmer stehen (kleinere Lerngruppen). Es werden also mehr Klassenräume genutzt. Es wird mehrmals täglich gelüftet. Klassenräume werden am Schultag nicht gewechselt (außer Fachkabinett Chemie, Physik).
Die Pausenaufsicht achtet darauf, dass keine Personenansammlungen entstehen und der Mindestabstand eingehalten wird. Hofpausen haben möglichst gestaffelt zu erfolgen. Auch in den Speiseräumen werden die Tische und Stühle so minimiert, dass der geforderte Mindestabstand eingehalten werden kann.
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