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Regionales

15:16 Uhr | 31.07.2017

7.500 Euro für "Cohn Bucky Levy"

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) spendet das Honorar für die Schlichtung mit der Deutschen Bahn an den Geraer Wald-Eisenbahn-Verein, den Verein Thüringer Oberlandbahn sowie an das Theater und Philharmonie Thüringen in Gera für das Projekt: „Cohn Bucky Levy - Der Verlust". Ministerpräsident Bodo Ramelow wählte diese drei aus.

Erfolgreicher Tarifabschluss dank Ramelow
Er führte als amtierender Ministerpräsident die Schlichtung im Ehrenamt aus und nahm daher kein Honorar dafür an. Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky dankte dem Ministerpräsident ganz herzlich für seine hervorragende Leistung: „Ohne sein geschicktes Lenken der schwierigen und komplexen Verhandlungen wäre dieser erfolgreiche Tarifabschluss nicht zustande gekommen - jedenfalls nicht ohne Arbeitskampf." Nach einem wahren Schlichtungsmarathon konnte die GDL daher wieder einmal ein wirkungsvolles Gesamtpaket für ihre Mitglieder schnüren. Insbesondere kann nun das gesamte Zugpersonal bei der Deutschen Bahn mit „Mehr Plan, mehr Leben" seine Schichten erstmals verbindlich planen - eigentlich eine Selbstverständlichkeit, bisher aber nicht für das Zugpersonal bei der Deutschen Bahn.


15 000 Euro für den Geraer Wald-Eisenbahn-Verein

Eine sinnvolle und interessante Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche. Dafür steht der Geraer Wald-Eisenbahn-Verein. Bereits ab zehn Jahren können Kinder Parkeisenbahner bei der 800 Meter langen Schmalspurbahn durch den Geraer Tierpark werden. Unter Aufsicht von erfahrenen Eisenbahnern sorgen sie für einen reibungslosen Fahrbetrieb. Außer Lokomotivführer üben sie alle Tätigkeiten dazu aus: Aufsicht, Weichen- und Signalwärter, Zugschaffner, Fahrkartenverkäufer und Fahrdienstleiter. Zwischen 9 und 17 Uhr, auch am Wochenende, können die Kinder ihren „Dienst" absolvieren. 37 000 Fahrgäste nutzten die Bahn im Tierpark im vergangenen Jahr. Vereinsgeschäftsführer Hans-Joachim Lassmann, seit 42 Jahren dabei, freut sich über die Spende und erklärt: „Die 15 000 Euro gehen komplett in unsere Jugendarbeit." Weselsky: „Wir freuen uns, dass wir zur Jugendförderung beitragen können. Sie ist schließlich unsere Zukunft. Und wir wissen sehr genau, wie wichtig Engagement im Ehrenamt ist, denn auch unsere Amtsinhaber arbeiten zum größten Teil ehrenamtlich."


7 500 Euro für den Verein Thüringer Oberlandbahn
Die Spende soll verwendet werden, um die Thüringer Oberlandbahn wieder für den Schienenverkehr zu reaktivieren. Bisher findet auf jeweils elf Kilometern nur ein Verkehr mit Draisinen statt. Als ersten Schritt plant der Verein Thüringer Oberlandbahn die Wiederinbetriebnahme der Strecke Triptis - Ziegenrück an der Saale. Die 30-Kilometer-Strecke ist schon vorhanden, muss aber partiell saniert werden. Gegen Ende des Jahres können die ersten sechs Kilometer in Betrieb genommen werden. Vereinsvorsitzender Alexander Schilling: „Wir haben die Sanierung der Strecke bisher ausschließlich im Ehrenamt geleistet. Wir freuen uns sehr über die 7 500 Euro, können wir damit doch wieder viele notwendige Arbeiten ausführen. Vielen Dank." Langfristiges hehres Ziel ist der Streckschluss zwischen Marxgrün in Bayern und Triptis in Thüringen. Neben dem Erhalt eines Kulturerbes wären die 68 Kilometer eine Bereicherung für den Tourismus in der Region und könnten für den Holztransport genutzt werden. Der GDL-Bundesvorsitzende wünscht viel Erfolg bei der Sanierung und ist sich sicher: „Die historische Eisenbahn wird bestimmt ein magnetischer Anziehungspunkt für die Touristen werden."


7 500 Euro: Theater und Philharmonie Thüringen in Gera für das Projekt
„Cohn Bucky Levy - Der Verlust"

1890 eröffnet Marianne Bucky ihr kleines Geschäft am Markt 23 in Altenburg, das wenige Jahrzehnte später unter dem Namen M. & S. Cohn zu einem der größten und erfolgreichsten Warenhäuser der Region avancierte, bis es vom Nationalsozialismus „arisiert" wurde. Das Theater und Philharmonie Thüringen, als größtes Theaterhaus in Thüringen, hat diese Geschichte mit dem Schauspiel „Cohn Bucky Levy - Der Verlust" an Originalschauplätzen inszeniert. Das Fünf-Sparten-Theater-Haus hat eine Kooperation mit dem Jaffa Theatre in Tel Aviv, wo dieses Stück im Herbst ebenfalls aufgeführt wird. Die Spende von 7 500 Euro ist ein Zuschuss zu den Reisekosten, damit alle 16 ehrenamtlichen Komparsen der Mitspielerakademie zur Vorstellung dieses Stücks nach Israel fliegen können.

 

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