12:05 Uhr | 24.02.2016
Altenburgs Stadträte befassen sich in ihrer Sitzung am Donnerstag dieser Woche mit Maßnahmen, die eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt zum Ziel haben. Dabei zeichnet sich eine breite Mehrheit für eine fraktionsübergreifende Vorlage ab. Das Konsenspapier basiert auf Vorschlägen des Oberbürgermeisters, die modifiziert wurden. Die Fraktionen von CDU, SPD und das fraktionslose Stadtratsmitglied Detlef Zschiegner wollen den Beschlussvorschlag gemeinsam einbringen.
Zum Maßnahmenpaket gehört die Änderung der Verkehrswegeführung im Bereich Moritzstraße und Weibermarkt. Künftig soll es möglich sein, die Parkplätze auf der oberen Marktseite sowohl aus Richtung Moritzstraße als auch aus Richtung Weibermarkt anzusteuern, freilich ohne dass es Durchgangsverkehr geben soll. Diese Neuregelung wird bis zum 31. Dezember 2018 befristet. Bis dahin soll es ein großes Einzelhandelszentrum mit Parkanlage im Zentrum geben. Andernfalls müsste der Stadtrat erneut über die Befahrbarkeit von Moritzstraße und Weibermarkt entscheiden.
Auf große Zustimmung stößt die Initiative zum Bau eines großen Brunnens auf dem Markt. Die Stadträte wollen sich aber nicht auf das Modell des Heimatvereins festlegen und streben eine breite öffentliche Diskussion über die Gestalt des Brunnens an.
Der Vorschlag, den Markt mit Spielelementen zu bereichern, wurde ebenfalls begrüßt. Allerdings soll es derartige Elemente nicht bloß in der Marktmitte sondern auf der gesamten Fläche geben.
Abgelehnt wurde indes der Vorschlag zur Schaffung von Parkplätzen auf der östlichen Marktseite. Das Vorhaben rief in der Bevölkerung Bedenken hervor und wird daher nicht durchgeführt. Stattdessen soll der Oberbürgermeister im Jahr 2017 die Erarbeitung eines Quartierkonzeptes in Auftrag geben. In dem Konzept sollen die Entwicklungsmöglichkeiten für die Bereiche Sporenstraße, Johannisstraße, Weibermarkt und Markt unter den Aspekten Wohnen, Parken und Einzelhandel ausgelotet werden.
Große Zustimmung gab es für schließlich für ein innovatives Projekt. Der Oberbürgermeister soll die Anschaffung eines modernen Parkleitsystems für die Stadt prüfen.
Oberbürgermeister Michael Wolf ist froh, dass am Ende intensiver Diskussionen ein tragfähiger Kompromiss steht. „Der vorliegende Konsensvorschlag ist Ausdruck der Bereitschaft eines Großteils des Stadtrats, gemeinsam etwas zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt zu tun und ein sehr positives Zeichen für das konstruktive Klima, das gegenwärtig die Arbeit des Altenburger Stadtrats auszeichnet“, so das Stadtoberhaupt.
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, André Neumann, merkt zu dem Beschlussvorschlag an: „Wir sind an einem Punkt, wo wir handeln müssen. Wenn es nach uns gegangen wäre, hätten wir schon früher etwas für die Belebung der Innenstadt getan. Wir betrachten diese Maßnahmen als erste Schritte.“
Das fraktionslose FDP-Mitglied Detlef Zschiegner begründet seine Unterstützung der gemeinsamen Vorlage mit folgenden Worten: „Die vorgeschlagenen Maßnahmen bieten die Möglichkeit, eine Attraktivitätssteigerung der Altenburger Innenstadt zu erreichen. Gerade mit dem Quartiersentwicklungskonzept für das Quartier 4 kann es gelingen, wichtige Impulse für die Innenstadtentwicklung zu setzen. Die Entwicklung der Altenburger Innenstadt ist einfach zu wichtig, als das man sie Zufällen überlassen sollte“.
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