Altenburg, 04.03.2026 10:50 Uhr

Regionales

16:45 Uhr | 23.10.2013

Theatertipps

Zumindest bei Theater&Philharmonie Thüringen hält „Frau Holle“ schon mal Einzug: am 31. Oktober 10 Uhr und am 2. November um 16.00 Uhr werden im Theater unterm Dach die Betten geschüttelt, dass die Flocken nur so fliegen. Astrid Giesbach und Marcella von Jan haben eine Puppentheaterfassung des vor allem im Winter so beliebten Märchens der Brüder Grimm für Kinder ab 5 Jahre entwickelt, die nun von Lys Schubert gespielt wird.

Die eine Marie ist fleißig und ordentlich, die andere Marie träge und faul. Am Ende bekommt jede, was sie verdient... Neben den bekannten Motiven Apfelbaum, Brote im Ofen haben die beiden Maries auch ihre Pflichten in der Schule und im Haushalt. Vieles von dem, was die Märchen erzählen, ist nicht vorbei. Fleißig zu sein, soll sich auch heute noch lohnen …

Am Reformationstag, 31. Oktober, öffnet sich um 14.30 Uhr der Vorhang für Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ und der Blick fällt auf die Gesandtschaft des kurz vor dem Bankrott stehenden Pontevedro in Paris. Aber mit der Ankunft der schwerreichen Witwe Hanna Glawari tut sich eine unerwartete Chance zur Rettung der Staatsfinanzen des Balkanstaates auf: der Gesandte Baron Zeta (Günter Markwarth) erhält den Auftrag, dafür zu sorgen, dass die lebenslustige Dame von einem pflichtbewussten Landessohn geheiratet wird, damit sie ihre Millionen nicht sinnlos in Paris verjubelt, oder – noch viel schlimmer – ihr Geld anderen in die Hände fällt. Für diese Mission fällt Baron Zeta nur sein Sekretär Graf Danilo (Marco Vassalli) ein. Der muss zwar erst aus dem „Maxim“ weg von den Grisetten geholt werden; doch Danilos Rausch verfliegt sofort, als er in der Witwe seine Jugendliebe erkennt, die er aus Rücksicht auf seine Familie sitzen gelassen hatte. Die Heirat mit dem armen Mädchen wäre nicht standesgemäß gewesen. Die Liebe zwischen beiden erwacht zwar aufs Neue, aber jetzt ist Danilo in einer unmöglichen Situation und Hanna ist skeptisch geworden …

Franz Lehárs walzerseliges Werk aus dem Jahr 1905 hat nichts von seinem Charme verloren. Jede musikalische Nummer ist ein Hit: „Lippen schweigen“, das Vilja-Lied und das Duett vom „Reitersmann“, „Dann geh’ ich ins Maxim“ oder der Grisetten-Auftritt sind einfach unvergängliche Melodien. Die Partie der Hanna Glawari singt in dieser Vorstellung Jessica Glatte von der Staatsoperette Dresden.

Eine andere Operette verabschiedet sich jetzt aus Altenburg. Letzte Gelegenheit „Du bist ich“ des kubanischen Komponisten Moïses Simons im Landestheater zu erleben, ist am Freitag, 1. November, um 19.30 Uhr. Ab 8. November ist die Inszenierung in Gera zu sehen. Auch das 1934 in Paris uraufgeführte Werk hat alles, was zu einer guten Operette gehört.

Der Plot: Pat lebt gut auf Kosten seines Freundes Bob. Beide sind Studenten und mehr am Pariser Nachtleben als an der Universität interessiert. Bob lässt sich wiederum von seiner Erbtante Honorine subventionieren. Doch eines Tages erscheint sie überraschend in einem Pariser Tanzlokal und stellt Bob vor ein Ultimatum: Entweder willige er ein, einige Zeit auf ihrer Plantage auf den Antillen zu arbeiten oder er werde enterbt. Doch der clevere Bob findet die Lösung, nicht selbst arbeiten zu müssen, indem er Pat vorschlägt, ihn in die Karibik zu begleiten unter einer Bedingung: Beide tauschen ihre Rollen. So wird der Pseudo-Neffe in eine schäbige Eingeborenenhütte eingewiesen, Bob dagegen logiert in einem feinen Pavillon. Unter der heißen Sonne erleben die beiden amouröse Abenteuer mit Eingeborenen und Zugezogenen, werden verkannt und erkannt, bevor sich alles in Wohlgefallen auflöst und sich die Paare finden.


Die Altenburger Premiere des Schauspiel-Liederabends WENN ES NACHT WIRD IN MEUSELWITZ am 2. November 19.30 Uhr im Heizhaus ist AUSVERKAUFT!

Bei diesem ostthüringischen Heimatabend wird die Bühne zur Bar, Schauspieler und Zuschauer zu den dort weilenden Gästen.

Am Sonntag, 3. November, um 14.30 Uhr ist im Landestheater die Tragödie des Euripides „Iphigenie in Aulis“ in der Bearbeitung von Prof. Ulrich Sinn und des Regisseurs Dieter Nelle zu sehen. Euripides führt darin vor Augen, welche Opfer Kriege vor allem kosten: Menschenopfer! Wer einen Krieg beginnt, muss sich dessen bewusst sein. Alles ist bereit für den Krieg der Griechen gegen Troja. Das griechische Heer ist in Aulis versammelt, die Flotte auslaufbereit. Aber seit Wochen herrscht Windstille. Die Sonne brennt, die Versorgungslage wird kritisch, das Heer wird unruhig. Da verkündet der Seher Kalchas: Die Göttin Artemis hält die Winde zurück und verlangt von Agamemnon, dass er ihr seine Tochter Iphigenie opfert …

Es spielen Ralph Jung (Agamemnon), Peter Prautsch (getreuer Alter), Manuel Kressin (Menelaos), Katharina Weithaler (Klytaimestra), Nora Undine Jahn (Iphigenie), Henning Bäcker (Achill), Vanessa Rose (Chorführerin).

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