Altenburg, 17.09.2026 02:22 Uhr

Regionales

09:15 Uhr | 28.01.2022

Wie weiter ab 2025?

Seit Juli 2016 besitzt das Theater mit den Gesellschaftern Altenburg, Altenburger Land und Stadt Gera sowie dem Freistaat Thüringen eine Finanzierungsvereinbarung, welche bis 2025 gesichert ist. Allerdings gerät diese Finanzierung jetzt ins Wanken, vor allem mit dem Blick auf deren Verlängerung über 2025 hinaus. Darüber informierte Altenburgs Oberbürgermeister im Stadtrat. Hintergrund ist, dass die Verhandlungen im Theater über einen neuen Haustarifvertrag mit den Gewerkschaften gescheitert sei. Alle Gewerkschaften stimmten der Vereinbarung zu, bis auf die Vertreter von Verdi.

 

Geplant war, dass man den Abstand zum Flächentarifvertrag von 5,99 auf 3,66 Prozent verringere und zusätzlich in 2022 eine Corona-Sonderzahlung ausschüttet. Dafür hatte das Theater entsprechende Rücklagen in den letzten Jahren gebildet. Also ein Plan, der über Jahre keine Aufwüchse bei den Gesellschafterzuschüssen bedeutet hätte. Jetzt muss das Theater in den Flächentarifvertrag zurückkehren und hat damit Mehrkosten von 1,4 Millionen Euro im Jahr. Vor diesem Hintergrund sind die Rücklagen 2024 aufgebraucht. Ab 2025 werden dann höhere Zuschüsse durch die Gesellschafter benötigt. Allein für Altenburg würde dies mindestens eine zusätzlich Mehrbelastung pro Jahr von 590.000 Euro bedeuten. Geld welches die Stadt bei steigenden Kosten und eigenen Projekten nicht zur Verfügung haben wird.

 

Wie nun weiter? Altenburgs Oberbürgermeister will jetzt die Verhandlungen über eine neue Finanzierung mit dem Freistaat Thüringen vorziehen. War deren Start für 2023 geplant, so wolle man jetzt schon 2022 beginnen, denn bis nächstes Jahr müsse es ein Ergebnis geben. Dies kann vielfältig aussehen.

 

So könne das Land den finanziellen Aufwuchs übernehmen, alternativ sogar Gesellschafteranteile der Kommunen übernehmen. Wenn man damit scheitere stünde das Fünf-Sparten-Theater mit Kürzungen innerhalb der Sparten oder dem Wegfall einer oder mehrerer kompletten Sparten zur Debatte. Es gelte dann vor allem, Geld zu sparen. Im schlimmsten Fall sähe sich die Stadt in der Zwangslage im Jahr 2023 mit einem Vorlauf von zwei Jahren die Gesellschafternateile zu kündigen. Das würde allerdings das Ende des Theaters in Gera und Altenburg und dessen Abwicklung bedeuten.

 

Altenburgs Oberbürgermeister betonte, dass das Ziel der Stadt sei, das Fünf-Sparten-Theater zu erhalten und man setze auf die Verhandlungen mit dem Freistaat. Rückendeckung dafür erhielt er von Pro Altenburgs Fraktionsvoritzenden Peter Müller. Er habe dies kommen sehen, werde aber an der Seite von Altenburgs OB den Weg für das Theater mitgestalten.

weitere Meldungen aus dieser Rubrik

03.09.2026

Alter Garten trifft altes Handwerk

Altenburg - Alter Garten trifft altes Handwerk – Traditionelles Kunsthandwerk im Botanischen Erlebnisgarten Altenburg. Am 12. und 13.... [mehr]

16.09.2026

Infoveranstaltung zur Wärmeplanung

Altenburg - Wie kann die Wärmeversorgung in Altenburg künftig klimafreundlich und zukunftssicher gestaltet werden? Antworten auf diese... [mehr]

07.09.2026

Wagenknechts Fiasko in Thüringen

Ein politisches Erdbeben in Erfurt Das Bündnis Sahra Wagenknecht verliert seine Machtbasis im Thüringer Landtag – die BSW-Fraktion löst... [mehr]

16.09.2026

Höcke strebt Regierungsübernahme in Thüringen an

In einem ausführlichen Sommerinterview mit den Thüringer Lokal-TV-Sendern hat der AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Björn Höcke die... [mehr]

07.09.2026

Bürgersprechstunde des Altenburger OB

André Neumann stellt sich den Fragen der Altenburgerinnen und Altenburger. [mehr]

10.09.2026

Ukrainische Künstlerin schenkt Stadt vier Werke

Die ukrainische Künstlerin Nelli Antonova hat der Stadt Altenburg kürzlich vier ihrer Werke übergeben. Anlass war das 1050-jährige... [mehr]

07.09.2026

"Yvonne" – Ein königlicher Albtraum für Erwachsene

Altenburg - Ein königlicher Hof, eine stumme Außenseiterin und eine Gesellschaft, die an ihren eigenen Abgründen zugrunde geht. Wir... [mehr]

10.09.2026

Aktuelle Lage im Thüringer Landtag

Nach der Auflösung der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag haben zehn ehemalige BSW-Abgeordnete um Katja Wolf die neue Fraktion... [mehr]

14.09.2026

Vertragsverlängerung für Mauritianum

Der Landkreis Altenburger Land und die Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V. setzen ihre bewährte Zusammenarbeit fort und sichern... [mehr]

weitere Sendungen

AGB TV - Livestream
Neu in der Mediathek

Thüringen.TV

Thüringen.TV

Sendung vom 19.06.2026

Panorama Altenburg

19. Juni 2026

Sendung vom 19.06.2026

Kultur im Altenburger Land

Kultur im Altenburger Land

Sendung vom 15.06.2026