09:15 Uhr | 28.01.2022
Seit Juli 2016 besitzt das Theater mit den Gesellschaftern Altenburg, Altenburger Land und Stadt Gera sowie dem Freistaat Thüringen eine Finanzierungsvereinbarung, welche bis 2025 gesichert ist. Allerdings gerät diese Finanzierung jetzt ins Wanken, vor allem mit dem Blick auf deren Verlängerung über 2025 hinaus. Darüber informierte Altenburgs Oberbürgermeister im Stadtrat. Hintergrund ist, dass die Verhandlungen im Theater über einen neuen Haustarifvertrag mit den Gewerkschaften gescheitert sei. Alle Gewerkschaften stimmten der Vereinbarung zu, bis auf die Vertreter von Verdi.
Geplant war, dass man den Abstand zum Flächentarifvertrag von 5,99 auf 3,66 Prozent verringere und zusätzlich in 2022 eine Corona-Sonderzahlung ausschüttet. Dafür hatte das Theater entsprechende Rücklagen in den letzten Jahren gebildet. Also ein Plan, der über Jahre keine Aufwüchse bei den Gesellschafterzuschüssen bedeutet hätte. Jetzt muss das Theater in den Flächentarifvertrag zurückkehren und hat damit Mehrkosten von 1,4 Millionen Euro im Jahr. Vor diesem Hintergrund sind die Rücklagen 2024 aufgebraucht. Ab 2025 werden dann höhere Zuschüsse durch die Gesellschafter benötigt. Allein für Altenburg würde dies mindestens eine zusätzlich Mehrbelastung pro Jahr von 590.000 Euro bedeuten. Geld welches die Stadt bei steigenden Kosten und eigenen Projekten nicht zur Verfügung haben wird.
Wie nun weiter? Altenburgs Oberbürgermeister will jetzt die Verhandlungen über eine neue Finanzierung mit dem Freistaat Thüringen vorziehen. War deren Start für 2023 geplant, so wolle man jetzt schon 2022 beginnen, denn bis nächstes Jahr müsse es ein Ergebnis geben. Dies kann vielfältig aussehen.
So könne das Land den finanziellen Aufwuchs übernehmen, alternativ sogar Gesellschafteranteile der Kommunen übernehmen. Wenn man damit scheitere stünde das Fünf-Sparten-Theater mit Kürzungen innerhalb der Sparten oder dem Wegfall einer oder mehrerer kompletten Sparten zur Debatte. Es gelte dann vor allem, Geld zu sparen. Im schlimmsten Fall sähe sich die Stadt in der Zwangslage im Jahr 2023 mit einem Vorlauf von zwei Jahren die Gesellschafternateile zu kündigen. Das würde allerdings das Ende des Theaters in Gera und Altenburg und dessen Abwicklung bedeuten.
Altenburgs Oberbürgermeister betonte, dass das Ziel der Stadt sei, das Fünf-Sparten-Theater zu erhalten und man setze auf die Verhandlungen mit dem Freistaat. Rückendeckung dafür erhielt er von Pro Altenburgs Fraktionsvoritzenden Peter Müller. Er habe dies kommen sehen, werde aber an der Seite von Altenburgs OB den Weg für das Theater mitgestalten.
29.01.2026
Uranabbau – das klingt für viele nach staubigen Archiven oder fernen Industrielandschaften. Doch in Ostthüringen war die Wismut... [mehr]
29.01.2026
Altenburg - Wenn Geschichte auf frisches Ensemblespiel trifft, entstehen spannende Gespräche. Im Studio von altenburg.tv trafen... [mehr]
30.01.2026
Im Altenburger Land ist eine konzertierte Rettungsaktion für 38 vietnamesische Auszubildende angelaufen, die nach dem Verlust ihrer... [mehr]
05.02.2026
Politik: Der Haushalt 2026 ist durch! Investitionen in Schulen stehen, die Belastung für Gemeinden sinkt überraschend deutlich. -... [mehr]
05.02.2026
LOHMA. Einst prägten sie das Landschaftsbild und sicherten die Ernährung der Bevölkerung, dann wichen sie der Industrialisierung:... [mehr]
04.02.2026
Nobitz. Die Rückkehr des Wolfes in die thüringischen Wälder sorgt bei Weidetierhaltern nicht nur für Gesprächsstoff, sondern oft auch... [mehr]
29.01.2026
Am Mittwoch herrschte helle Aufregung in der Thüringer Staatskanzlei, als Ministerpräsident Mario Voigt zu einer kurzfristigen... [mehr]
30.01.2026
Eklat im Stadtrat in Altenburg Wortentzug für Peter Müller! Warum eine Debatte über den Roßplan völlig aus dem Ruder lief und der... [mehr]