10:13 Uhr | 07.02.2019
Nikolai Gogols Komödie „Der Revisor“ ist am Samstag, 9. Februar um 19.30 Uhr im Großen Haus des Altenburger Landestheaters zu sehen. Regie in der neuen Inszenierung führte Schauspieldirektor Manuel Kressin und Kristopher Kempf entwarf dazu Bühne und Kostüme.
Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809-1852) ist einer der wichtigsten Vertreter der russischsprachigen Literatur in der Ukraine. Seine Verwechslungskomödie „Der Revisor“ wurde 1836 in Sankt Petersburg uraufgeführt und zeigt beispielhaft die peinliche Oberflächlichkeit nicht nur der Politik, sondern menschlichen Handelns und Gebarens im Allgemeinen auf.
Die Stadt ist pleite. Korruption und Misswirtschaft haben in den letzten Jahren die Kommunalpolitik bestimmt. Kein Wunder, dass die Regierung einen Revisor entsendet, um den Verantwortlichen auf die Finger zu schauen. Als diese Information die Stadtoberen erreicht, setzt man auf die gewohnten Mittel: Schmeicheleien und Bestechungen. Man konzentriert sich dabei ganz auf den dubiosen Fremden, der seit einiger Zeit im Gasthaus wohnt. Denn allen ist klar: Dieser angebliche Durchreisende, der unter dem Namen Chlestakow fürstlich speist ohne zu zahlen, ist bestimmt jener angekündigte Revisor, der sich gekonnt tarnt. Die Einwohner versuchen nun mit allen erdenklichen Privilegien und Schmiergeldern Chlestakow zu gefallen. Und tatsächlich: Schon bald entpuppt sich der junge Mann als freundlich und mild; die Furcht um den Zusammenbruch des Schulden- und Intrigensystems der Stadt scheint unbegründet ...
Puppenspieler Tobias Weishaupt zeigt am Sonntag, 10. Februar um 16 Uhr im Theater unterm Dach sein Solo „Die Werkstatt der Schmetterlinge“ für Kinder ab 5 Jahren.
Tobias Weishaupt spielt den Erfinder Rodolfo, der bei den Gestaltern aller Dinge arbeitet und in die Fußstapfen seines berühmten Großvaters treten möchte, der den Regenbogen erfand. Rodolfo träumt von einem Baum, der wie ein Vogel singt oder von einem Tier, das wie die Sonne strahlt. Leider sind die Welt der Pflanzen, der Tiere, der Mineralien und der Gestirne streng voneinander getrennt. Wegen seiner übersprudelnden Ideen, die das Gleichgewicht der Erde ins Wanken bringen könnten, wird Rodolfo in die Insektenwerkstatt verbannt. Dort werden nur kleine, krabbelnde Tierchen erfunden, weshalb diese Abteilung ziemlich unbeliebt ist. Dennoch gibt Rodolfo nicht auf. Er träumt davon, ein Tier zu erfinden, das leicht wie ein Vogel, lebendig wie ein Insekt und schön wie eine Blume ist. Der Fantasie keine Grenzen zu setzen und die kleinen Dinge der Welt zu beachten, lehrt das fabelhafte Kinderbuch von Gioconda Belli (*1948).
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