Altenburg, 18.08.2019 05:28 Uhr

Regionales

16:56 Uhr | 24.01.2019

Altenburger müssen den Gürtel enger schnallen

Altenburg stehen schwere Zeiten bevor, das zumindest deutet sich beim Thema Haushalt an. So schließt die Skatstadt das Jahr 2018 mit einem Minus im oberen sechsstelligen Bereich ab. Vor allem eine ca. 1,6 Millionen Euro geringere Einnahme bei der Gewerbesteuer macht der Kämmerei der Stadt zu schaffen. Im Grunde drohte eine ähnliche Situation schon die Jahre zuvor. Allerdings konnte André Neumanns Vorgänger ein drohendes negatives Ergebnis durch das Auflösen von Rücklagen oder Einmaleffekte, wie den Verkauf der städtischen Bäder an die Ewa GmbH, kaschieren. 2018 hatte die frühere Stadtführung aber dann offenbar zu optimistisch geplant.

 

Die aktuelle Situation wurde dem Stadtrat jetzt in einer internen Sitzung erläutert und dort auch über mögliche künftige Maßnahmen zur Sanierung des Haushaltes gesprochen. So sind die Erhöhung der Grundsteuer B und der Vergnügungssteuer sehr wahrscheinlich. Auch das Verschieben von Baumaßnahmen soll die Stadtkasse schonen. Allerdings seien Projekte wie der Ausbau der Moritzstraße, die Sanierung des Ernestinums oder des Nordplatzes nicht in Gefahr.

 

Doch Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann sieht Licht am Ende des Tunnels. "Der nächste Doppelhaushalt wird dazu dienen uns zu sanieren. Das wird vor allem für die Verwaltung noch einmal eine Durststrecke" so der OB gegenüber der Presse. In zwei Jahren wäre man dann mit modernisierter Verwaltung und entsprechenden Rücklagen wieder in der Lage größere neue Projekte anzugehen.

 

Von einem Stillstand will Neumann in diesen zwei Jahren indes nicht sprechen. Viele Projekte seien durch Fördertöpfe abgesichert, wie z.B. Brandschutzinvestionen in Schulen, Sanierung des Stiftsgrabens oder das Wasserspiel auf dem Altenburger Markt. Rund 3,3 Millionen Euro müssten innerhalb von zwei Jahren in dem städtischen Etat von über 40 Millionen zusammenkommen um die Probleme der Vorjahre und weitere Einnahmeverluste auszugleichen. "In zwei Jahren haben wir dann wieder deutlich mehr Handlungsspielraum" so Neumann, der mit den Maßnahmen vor allem verhindern will, dass man sich einem sogenannten Haushaltssicherungskonzept unterwerfen muss.

 

Übrigens ist am 11. Februar 2019 um 19.30 Uhr in der digitalen Sprechstunde bei Facebook die Gelegenheit Altenburgs Oberbürgermeister auch zu diesem Thema zu befragen.

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