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Regionales

10:56 Uhr | 04.12.2023

Sicherung historischer Dokumente

Die Bürgerstiftung Altenburger Land und der Altenburger Schlossverein unterstützen bereits seit vielen Jahren das Digitalisierungsprojekt des fotografischen Nachlasses des Ateliers von Arno Kersten. Um die sehr gut erhaltenen Registerbücher des Ateliers auch für die Zukunft zu sichern, haben sich Stiftung und Verein entschlossen, die Restaurierungs- bzw. Konservierungskosten, dieser für die Altenburger Geschichte so wichtigen Dokumente, in vierstelliger Höhe zu übernehmen. Um die Originaldokumente nach ihrer Bearbeitung durch einen Papierrestaurator zu sichern, erfolgt in einem zweiten Schritt die Digitalisierung aller vorhandenen Registerbände.

In der kürzlich erschienenen Publikation zum Fotoatelier Arno Kersten wurden bereits die Umstände thematisiert, die dazu führten, dass sich der umfangreiche Nachlass des Altenburger Fotoateliers Arno Kersten nahezu vollständig erhalten hat. 1992 nahm das Schloss- und Spielkartenmuseum den erhaltenen Bestand des Ateliers in seine Fotografische Sammlung auf.

Der Nachlass der Fotografen Arno Kersten, Friedrich Otto Kersten und Joseph Bernath gewährt in seiner Gesamtheit einen einzigartigen Einblick in 71 Jahre Ateliergeschichte. Nicht nur für Altenburg ist dieser Fund bedeutend, sondern letztendlich auch für die Fotografiegeschichte des gesamten deutschsprachigen Raumes. Neben vielen tausenden Glasnegativen und Abzügen haben sich auch die für den Bestand so wichtigen Registerbücher der Fotografen erhalten. Diese historischen Dokumente ermöglichen es, die entstandenen Fotografien von 1870 bis weit in das 20. Jahrhundert hinein einzuordnen und die abgebildeten Personen zu bestimmen – oft mit ihrem sozialen Status und ihrem Wohnort. Das Atelier von Arno Kersten existierte von 1867 bis 1938, danach übernahm es der bei Otto Kersten angestellte Fotograf Joseph Bernath. Dessen Familie betrieb das Fotostudio Bernath bis Anfang der 1980er-Jahre in der Lindenaustraße 4 in Altenburg.

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