14:41 Uhr | 26.07.2022
Altenburg, 26.07.2022 - Das Team der Palliativstation hat in den letzten drei Jahren seit Beginn der Corona-Pandemie mehrere Schließungen und Wiedereröffnungen erlebt. Es war der zeitweise Personalmangel im gesamten Klinikum Altenburger Land, der die Klinikleitung immer wieder zu dieser Entscheidung zwang. Während der Schließzeiten unterstützten die Mitarbeitenden der Palliativstation alle Stationen und Bereiche im Altenburger Klinikum, um dort die Versorgung der Patienten zu sichern.
Lange Zeit waren Geschäftsführung und Mitarbeitende zuversichtlich. Die Palliativstation in Schmölln sollte zu Beginn des Herbstes 2022 im Klinikbereich Schmölln wieder eröffnet werden. Dazu wird es nicht kommen. „Wir müssen leider einsehen, dass wir in der dauerhaft angespannten personellen Situation die Palliativstation im Klinikbereich Schmölln nicht weiter betreiben können.“ muss Geschäftsführerin Dr. Gundula Werner der Situation Rechnung tragen. Sie bedauert diese Entscheidung sehr. So wurde erst vor wenigen Jahren die Palliativstation in den extra dafür hergerichteten Räumen in idealer Lage im Klinikbereich Schmölln eingerichtet. Das Team der Station erfuhr von den Patientinnen und Patienten und Angehörigen große Wertschätzung.
Die Palliativmedizin ist unverzichtbar für die schwer erkrankten Menschen im Altenburger Land. Sie wird in die Station 31 im Altenburger Klinikum integriert. Nur unter diesen Bedingungen wird es möglich, eine kontinuierliche Palliativmedizin vorzuhalten.
Von der dauerhaften Schließung der Palliativstation im Klinikbereich Schmölln ist auch das dortige Schlaflabor betroffen. Auch hier musste eine Lösung geschaffen werden, denn diese Diagnostik ist für die Patienten im Klinikum und ambulant unverzichtbar. Das Schlaflabor wird auf Station 14 eingerichtet werden und soll ab September zur Verfügung stehen.
Sowohl für die Palliativmedizin als auch für das Schlaflabor gilt: Am Standort in Altenburg steht das große Klinikum mit seiner Infrastruktur vor Ort dahinter. Auf Ausfälle jeglicher Art kann besser reagiert werden. Die Patienten profitieren von stetiger Versorgung und die Mitarbeitenden können sich wieder dauerhaft in ihre Teams einarbeiten.
„Mit Blick auf die Herausforderungen, die der demographische Wandel an das Klinikum stellt, müssen wir zukünftig Strukturen verändern“ erläutert Geschäftsführerin Dr. Gundula Werner die Strategie. Die Ambulantisierung der Krankenhausversorgung wird dem Klinikum Altenburger Land einiges abverlangen. Sie kann eine Chance sein, sich mit weniger Personal stärker auf die Leistungen zu konzentrieren, welche auch in Zukunft stationär erbracht werden müssen und bei denen der Bedarf wächst, wie z.B. in der Palliativmedizin.
Unberührt von diesen Entscheidungen bleiben die Arztpraxen im Ambulanten Zentrum in Schmölln Anlaufstelle für die Patienten.
Die Interdisziplinäre Frühförderung IFF kümmert sich das Team aus Frühförderinnen und Therapeuten um Kinder von Geburt an bis zur Einschulung, die diese besondere Zuwendung benötigen.
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