14:21 Uhr | 18.09.2019
Zum Weltkindertag am Freitag um 16.00 Uhr im Theaterzelt Altenburg ist der Grimmsche Märchenklassiker „Rotkäppchen“ als Puppenspiel in einer zauberhaften Inszenierung zu erleben.
Rotkäppchen ist vielleicht ein braves, vor allem aber ein selbstbewusstes und neugieriges Kind. Als sie eines Tages wieder Brot und Wein zur Großmutter bringen soll, begegnet sie dem Wolf und läuft nicht davon. Trotz der Warnung der Mutter geht sie vom Wege ab und erlebt den Wald zum ersten Mal ganz neu: wilde Blumen wachsen da, und wie die duften! Als sie viel zu spät zum Haus der Großmutter kommt, hat sie ein seltsames Gefühl...
Der Stummfilm-Klassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“ ist am Samstag um 19.30 Uhr im Theaterzelt Altenburg zu erleben. Am Klavier improvisiert dazu Schauspielkapellmeister Olav Kröger und bringt so die Stimmungen der Bilder auch musikalisch zum Ausdruck.
Der legendäre Psychokrimi in der Regie von Robert Wiene gilt als Meilenstein der Filmgeschichte. Schiefe Kulissen, aufgemalte Schatten und eine Geschichte, die die Abgründe der Seele offenlegt, lösten nicht nur eine Welle expressionistischer Filme aus, sondern machten auch deutlich, dass Film durchaus Kunst sein kann.
Die komplexe Handlung entstand unter den Eindrücken und Erlebnissen der zwei jungen Autoren Hans Janowitz und Carl Mayer während des Ersten Weltkriegs, der soeben zu Ende gegangen war. Das Ergebnis ist eine Gratwanderung zwischen Wahnsinn und Realität: Ein Serienmörder geht um in der kleinen Stadt Holstenwall. Wer ist der unheimliche Schausteller Dr. Caligari? Kann der Schlafwandler Cesare wirklich die Zukunft vorhersagen? Ein junger Mann wird in den Strudel der grausamen Ereignisse gezogen und auf die Spur zu einem Irrenhaus am Rande der Stadt geführt. Hier wird er Antworten finden, den Ort aber nie wieder verlassen…
Am Sonntag um 18.00 Uhr öffnet sich der Vorhang im Theaterzelt Altenburg für das Mysterienspiel „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal. Dabei wird die exzellente Puppenspielerin Marcella von Jan sämtliche Rollen selbst spielen. Möglich wird das mit vielen kunstvoll gestalteten Puppenfiguren und verschiedensten Dialekten und Ausdrucksformen. Am Cello begleitet sie Matthias von Hintzenstern. Der reiche Herr Jedermann führt ein frevelhaftes Leben. In seiner Todesstunde verlassen ihn alle. Seine guten Taten sind zu schwach, um mit ihm vor Gott zu treten. Hofmannsthal wollte diese Geschichte aus dem 15. Jahrhundert wieder zum Leben erwecken und ihre zeitlose Wahrheit vor Augen führen.
Achtung TheaterJOKER: Zu dieser Vorstellung gibt es vergünstigte Karten zu 10 € auf allen Plätzen (8 € für Schüler, Studenten, Azubis, FSJ, BFD).
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