17:43 Uhr | 20.09.2017
Als Einführung in den Abend gibt die Migrationsbeauftragte des Landkreises Altenburger Land, Ivy Bieber, einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich Migration im Landkreis. Nach dem Film wird der Raum für Diskussionen zum Gesehenen geöffnet.
Der deutsch-schweizerisch-iranische Dokumentarfilm rückt die Verbindung von Musik, Migration und Geschlechterrollen in den Fokus. Der Filmverleih Real Fiction beschreibt den Film folgendermaßen: Wenn die 18-jährige Sonita es sich aussuchen dürfte, dann wäre Michael Jackson ihr Vater und Rihanna ihre Mutter. Sonita stammt aus Afghanistan und lebt ohne ihre Familie in Teheran. Ihr sehnlichster Wunsch: eine berühmte Rapperin zu sein. Eine soziale Einrichtung unterstützt sie bei der Überwindung der Fluchttraumata und bei der Planung ihrer Zukunft, doch ihre Familie hat ganz andere Pläne: Sie plant, sie für 9000 $ an einen fremden Ehemann nach Afghanistan zu verkaufen und die Zeit drängt, da die Familie Geld braucht für die Hochzeit des Sohnes. Um sich Zeit zu verschaffen für die Verwirklichung ihres Traumes, gelingt es Sonita, mit einer Geldzahlung vorerst die drohende Rückkehr nach Afghanistan zu verhindern. Diese Zeit nutzt sie, um in Teheran ein Musikvideo aufzunehmen und dieses auf YouTube zu stellen. Der Clip ist ein furioser Aufruf gegen die Zwangsheirat und bekommt eine weltweite Aufmerksamkeit, die das Leben von Sonita entscheidend verändern wird.
Die iranische Regisseurin Rokhsareh Ghaem Maghami lernte Sonita in einem Projekt kennen, das geflüchtete Mädchen in Teheran unterstützt. Dabei erkannte sie Sonitas künstlerisches Talent und beschloss über ihr Leben eine Dokumentation zu drehen. Während des Dreharbeiten entschied sich Sonitas Mutter ihre Tochter zu verheiraten. Aufgrund dessen entwickelte sich der Film in eine völlig andere Richtung als geplant.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Verein Akademie für lokale Demokratie aus Leipzig im Rahmen des Projektes „Mehr Toleranz und Offenheit gegenüber Migrantinnen und Mig-ranten im Altenburger Land". Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern (aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags).
Nach der Filmvorführung folgt eine Diskussion. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.buntes-altenburger-land.de
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